CDU-Chef Maus will nicht Bürgermeister von Grefrath werden

Versammlung der CDU Grefrath : CDU-Vorsitzender Maus will nicht Bürgermeister werden

Die zwei wichtigsten Botschaften aus der CDU-Mitgliederversammlung am Freitagabend im Buschbecker Hof: Erstens: Der Vorsitzende Dietmar Maus steht nicht als Bürgermeisterkandidat zur Verfügung. Und zweitens ist der Wahlkampf so gut wie eröffnet.

„Ich werde mich nicht zur Wahl stellen. Ich bin beruflich in verantwortungsvoller Position, die mir viel Freude bereitet und in der ich mich entwickeln möchte“, erklärte der Vorsitzende. Gleichzeitig gab er zu verstehen: „Es bleibt bei meinem Mantra: Solange ich CDU-Vorsitzender bin, werden wir einen Bürgermeister-Kandidaten beziehungsweise eine -Kandidatin finden.“ Der 57-Jährige erklärte, dass sich Interessenten bis zum 1. November melden könnten. Voraussichtlich bei einer Mitgliederversammlung am 3. Dezember soll dann feststehen, wer für die CDU ins Rennen um das Bürgermeister-Amt gehen wird.

Zweite Priorität hat derzeit die Kommunalwahl. Fest steht, dass es aus Altersgründen Veränderungen geben wird. Gesucht werden deshalb Interessierte, die in einem Wahlkreis kandidieren möchten, aber auch Sachkundige Bürger, die die Ratsvertreter in den Ausschüssen unterstützen und entlasten. „Im Herbst werden wir alle Mitglieder anschreiben, die Entscheidungen werden im Frühjahr getroffen“, erklärte Maus. Der Parteivorsitzende kündigte außerdem an, massiv gegen „extreme rechte Parteien aufzutreten“: „Es ist jetzt Zeit, Flagge zu zeigen.“

Maus machte ebenfalls deutlich, dass der Kommunalwahlkampf kein Spaziergang werden wird: „Er wird schwierig und langatmig werden.“ Dietmar Maus hält Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem für wichtig: „Die Einstellung, alles müsse so bleiben, wie es immer war, hat keine Zukunft, wir müssen auch mal loslassen können, offen für Veränderungen sein.“ Die Grefrather CDU möchte sich als modern sowie kompromiss- und dialogbereit positionieren, möchte um das zum Teil verlorengegangene Vertrauen der Bürger kämpfen.

Fraktionsvorsitzende Wilma Hübecker streifte alle wichtigen Themen der Ratsarbeit. Georg Fasselt, Vorsitzender der Senioren-Union, warb für seine Organisation, die auch interessante Exkursionen anbietet, allein oder in Kooperation.

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