Kreis Viersen: Bundestagsabgeordnete gegen Diesel-Fahrverbote

Kreis Viersen: Bundestagsabgeordnete gegen Diesel-Fahrverbote

Sozusagen im Gleichklang haben sich die beiden Bundestagsabgeordneten aus dem Kreis Viersen, Uwe Schummer (CDU) und Udo Schiefner (SPD), gegen Diesel-Fahrverbote ausgesprochen. Das Bundesverwaltungsgericht hat am Mittwoch Städten erlaubt, Fahrverbote für Dieselfahrzeuge zu verhängen.

"Weder eine blaue Plakette noch Fahrverbote sind die richtige Antwort auf dieses Urteil. Das Gericht legt Wert auf die Verhältnismäßigkeit der Mittel. Dazu gehört nicht, bei Handwerksunternehmen und Pendlern die Mobilität einzuschränken. Ziel muss sein, die Motoren so umzurüsten, dass 80 Prozent der Schadstoffe beseitigt werden. Die Kosten haben die Autobauer zu übernehmen", so Schummer.

Ähnlich äußerte sich Schiefner. Auch er sieht die Automobilindustrie in der Pflicht. "Wenn die Automobilindustrie durch Tricksen und Täuschen Schaden verursacht, muss sie dafür aufkommen und Diesel-Pkw nachrüsten", betont er.

Beide Abgeordnete weisen auf die besondere Situation der Bürger im Kreis Viersen hin, die auf ihrem Weg zur Arbeit auf das Auto angewiesen seien. Viele Pendler hätten Dieselfahrzeuge. Sie dürfe man jetzt nicht mit den Folgen des Dieselbetruges allein lassen, meint Schiefner. Uwe Schummer spricht sich dafür aus, den schienengestützten Öffentlichen Personennahverkehr für die Pendlerströme aus dem Kreis Viersen auszubauen. Schummer: "Wir brauchen kreative Lösungen, keine Verbote."

(rei)