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Bürgermeisterkandidat in Kempen - Cedric Franzes (FDP)

Bürgermeisterkandidat in Kempen - Cedric Franzes (FDP) : Er will mit 28 Jahren auf den Chefsessel

Cedric Franzes tritt für die FDP bei der Bürgermeisterwahl am 13. September in Kempen an. Dann ist er 28 Jahre alt. Kommunalpolitisch ist der junge Unternehmensberater schon seit seinem 16. Lebensjahr aktiv.

Er ist so etwas wie einen Gegenentwurf zu den beiden anderen bisher bekannten Kandidaten um das Spitzenamt im Kempener Rathaus. Philipp Kraft (CDU) ist 45 Jahre und Christoph Dellmans (parteilos – unterstützt von SPD und Grünen) 52 Jahre alt. Zwei Männer im besten Alter mit entsprechender Berufs- und Lebenserfahrung wollen in Kempen im Herbst Bürgermeister werden. Und das will auch Cedric Franzes. Er ist noch 27, wird Anfang März 28. Er ist die jungliberale Alternative auf dem Kandidatenkarussell.

Cedric Franzes wirkt sehr positiv und einnehmend, gewinnt im persönlichen Gespräch. Der junge Nachwuchspolitiker weiß, was er will. Das liberale Gen scheint der gebürtige Kempener, er kam am Rosenmontag des Jahres 1992 im Hospital zum Heiligen Geist an der Von-Broichhausen-Allee zur Welt, in sich zu tragen. Denn schon mit 16 Jahren gründete er die Jungliberalen in Kempen mit. Er engagierte sich beim Nachwuchs der FDP in seiner Heimatstadt, später im Studium an der Hochschule Niederrhein gründete er dort die liberale Hochschulgruppe. Er war Stipendiat der FDP nahen Friedrich-Naumann-Stiftung. Der studierte Betriebswirt und Wirtschaftsinformatiker gehört der FDP-Stadtratsfraktion an, engagiert sich  dort als sachkundiger Bürger in verschiedenen Ausschüssen des Stadtrates und ist Beisitzer im Vorstand des Stadtsportverbandes Kempen.

Das ehrenamtliche Engagement ist Franzes wichtig. Er will mit seinen jungen Jahren etwas bewegen, will beweisen, dass die junge Generation auch in der Politik viel erreichen kann. Gerade die FDP ist bekannt für eine ausgezeichnete Nachwuchsarbeit, die spiegelt sich auch im Kempener Stadtverband wider. Viele der 55 Mitglieder sind im Alter von Franzes.

Franzes sieht sich keineswegs als bloßer Zählkandidat im Wettbewerb um den Chefsessel im Rathaus am Buttermarkt. Er bereitet sich akribisch vor, als Mitglied der FDP-Stadtratsfraktion hat er alle wichtigen Themen im Blick. „Meine Zielgruppe ist die Mitte der Gesellschaft“, sagt er. „Ich möchte die Stimme der jungen Menschen in Kempen sein, die eigenverantwortlich was aus ihrem Leben machen möchten.“ Franzes will aber auch die Stimme für die jungen Familien in Kempen sein und das „Sprachrohr für die progressiven Großeltern, die keine Angst vor Digitalisierung oder Veränderung haben“.

Cedric Franzes gehört ganz klar zu der Gruppe von jungen Menschen, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Nach der Mittleren Reife ist er von der Gesamtschule Hüls, die er besuchte, als die Familie noch in Tönisberg lebte, aufs Rhein-Maas-Berufskolleg in Kempen gewechselt, hat dort die Höhere Handelsschule Wirtschaft und Verwaltung besucht. Er hat ein Praktikum bei der Stadtverwaltung in Erkelenz absolviert und während seines Studiums berufsbegleitend im Bereich Wirtschaftsinformatik gearbeitet. Seit knapp fünf Jahren arbeitet er für das renommierte Beratungsunternehmen PwC (PricewaterhouseCoopers) in dessen Düsseldorfer Niederlassung als IT-Unternehmensberater.

Beruflich hat Franzes in jungen Jahren Beachtliches geleistet. Aber warum will er einen zukunftsträchtigen Job bei einem Weltunternehmen aufgeben und lieber Bürgermeister in Kempen werden? „Ich liebe meinen Job, aber ich liebe Kempen, meine Heimatstadt, mehr. Hier fühle ich mich wohl, hier will ich etwas bewegen“, sagt er ziemlich überzeugend. Man nimmt es ihm ab. „Ich will nicht nur am Spielfeldrand stehen und meckern, wenn meine Mannschaft schlecht spielt“, sagt der 27-Jährige, der zeitweise in der Zweiten Mannschaft des VfL Tönisberg Fußball gespielt hat.

Sein Arbeitgeber unterstütze ihn bei seinem Plan, Bürgermeister zu werden. Franzes legt für den Wahlkampf im Sommer ein so genanntes Sabbatical ein und will sich drei Monate frei nehmen, um sich auf sein Ziel, Bürgermeister zu werden, zu konzentrieren. Beim Wahlkampf setzt er auf die Sozialen Medien, will mehrere Kanäle im Netz bedienen. Er bereitet unter anderem einen regelmäßigen Podcast auf Spotify vor mit dem Titel „Kemp’sche Jung“ zu allen wichtigen Themen wie Bildung, Klimaschutz oder Wohnen. Er will mit den Bürgern, den vielen Initiativen in der Stadt, ins Gespräch kommen, plant Veranstaltungen für junge Familien und die 1. E-Sports-Stadtmeisterschaft im Fußball.

Als Sportler setzt er auch in der Politik auf Fairplay. „Grabenkämpfe in der Politik führen zu nichts. Wir brauchen bei den wichtigen Themen einen politischen Konsens, müssen nach gemeinschaftlichen Lösungen suchen“, sagt er. Vorbild für Kempen sollte in dieser Hinsicht seiner Meinung nach die Zusammenarbeit von CDU, SPD, Grünen und FDP auf Kreisebene sein. Die habe sich bewährt.

Er möchte als Bürgermeister Kempen „in eine liberale, smarte und agile Stadt transformieren – auf gut-deutsch – ich möchte das Beste aus Kempen herausholen, denn ich liebe meine Heimat“, sagt Cedric Franzes.