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Bürger können Fläche an der Albert-Mooren-Halle in Oedt mit gestalten

Planung in Grefrath : Bürger können Fläche an der Oedter Albert-Mooren-Halle mitgestalten

Die Fläche vor der Albert-Mooren-Halle in Oedt und der gegenüberliegende Platz sollen neu gestaltet werden. Für die Pflasterung liegen jetzt vier Vorschläge vor. Bürger können ein Votum abgeben.

Die Fläche vor der Albert-Mooren-Halle und der gegenüberliegende Platz sollen das „Wohnzimmer der Oedter“ werden. Und da sich das Land mit 70 Prozent an den Kosten für die Umgestaltung beteiligt, darf es ruhig etwas edler sein. Die Architektengruppe „StadtRaum“ aus Düsseldorf und das Ingenieurbüro Angenvoort & Barth aus Krefeld hatten sich im Rahmen eines Werkstattverfahrens gegen ihre Mitbewerber durchgesetzt. Aber auch der Oedter Bürger soll mitbestimmen, wie sein zu renovierendes „Wohnzimmer“ einmal aussehen wird. Am Samstag bestand wieder die Gelegenheit, ein Votum abzugeben. Vier Varianten stehen zur Wahl.

„Mir gefällt Variante 3 am besten, sie hat etwas Mediterranes“, urteilte Roland Lenzen. Martin Rogge von der Düsseldorfer Architektengruppe „StadtRaum“ hat natürlich auch einen Favoriten. „Den werde ich allerdings nicht verraten, weil sich jeder vorurteilsfrei ein Bild machen sollte“, erklärte er. Jedes Muster besteht aus vier unterschiedlichen Steinen. Die obere und größte Fläche zeigt beispielhaft, wie die Plätze gestaltet werden können.

Die Pflasterung soll, egal, welche Variante sich durchsetzt, diagonal erfolgen. Darunter ist eine Fläche, die in drei Fällen aus Naturpflaster und in einem Fall aus Zementstein besteht. Martin Rogge vergleicht die diagonal verlegten Platzflächen als Teppich und die schmale Naturpflaster-Linie als Bördelung, als Einfassung dieses „Teppichs“ im künftigen Wohnzimmer. Hinzu kommen Pflasterungen für die Wege und wieder andere für die Parkflächen.

Variante 1 brilliert mit Steinen für die Plätze, die zwischen Grau und Ocker changieren. Die Varianten 3 und 4 sind dezenter gehalten. Was auffällt: Die Häuser sind fast ausschließlich rot verklinkert. Diese Farbe spiegelt aber keine der vier Bemusterungen wider. Martin Rogge räumte ein, dass es schwer sei, sich anhand der rund sechs Quadratmeter großen Muster-Pflasterung vorzustellen, wie das Ganze später aussehen wird.

Was schon eher vorstellbar ist: Im Bereich des Platzes wird die Hochstraße von 7,10 Meter auf 6,50 Meter verschmälert, um den Verkehr zu verlangsamen. Dieser Straßenabschnitt soll außerdem leicht angehoben werden. Der Asphalt kann so eingefärbt werden, dass er mit der Pflasterung harmoniert.

Bürger können noch am Montag, Dienstag und Donnerstag ihr Lieblingspflaster aussuchen; von 10 bis 14 Uhr sowie am Dienstag zusätzlich von 17 bis 19 Uhr.