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Brut- und Setzzeit beginnt im März

Gehölzpflege im Kreis Viersen : Brut- und Setzzeit beginnt im März

Von März bis September sind Rodungsarbeiten und starke Rückschnitte nicht zulässig. Darauf weist der Kreis Viersen hin. Vögel beginnen jetzt mit dem Nestbau.

Wer jetzt noch größere Rückschnitt-Aktionen plant, sollte sich beeilen: Hecken und andere Gehölze dürfen noch bis Ende Februar geschnitten oder „auf den Stock gesetzt“ werden. Vom 1. März bis zum 30. September sind Rodungsarbeiten und starke Rückschnitte nicht zulässig. Darauf weist der Kreis Viersen hin. Heimische Vögel suchen sich schon zeitig geeignete Nistmöglichkeiten. Amseln, Rotkehlchen, Zaunkönige und Buchfinken beginnen bereits im März mit dem Nestbau. Dafür sind Hecken und Gebüsche im heimischen Garten besonders begehrt.

Ausgenommen vom Fäll-Verbot sind Bäume, die in Hausgärten, Park- und Sportanlagen sowie auf Friedhöfen stehen. Sie dürfen auch während der Schutzzeit gefällt werden, wenn sich in ihnen keine Nist-, Brut- oder Zufluchtsstätten von Tieren befinden. Bei Rodungen außerhalb geschlossener Ortschaften sind weitere naturschutzrechtliche Bestimmungen für geschützte Gehölze in den Landschaftsplänen des Kreises zu beachten. Verstöße können empfindliche Geldbußen nach sich ziehen.

Schonende Form- und Pflegeschnitte sind erlaubt, wenn der Zuwachs der Pflanzen beseitigt werden muss oder Bäume dadurch gesund erhalten werden sollen. Schonend ist der Schnitt laut Kreis aber dann nicht, wenn zum Beispiel in das Altholz geschnitten wird und Hecke oder Gebüsch nach dem Schnitt überwiegend unbelaubt ist. Auch in der Nähe eines Nestes darf nicht geschnitten werden. Bei zugelassenen Bauvorhaben ist darauf zu achten, dass die Vogelwelt möglichst geschont wird. In Zweifelsfällen gibt Philippe Niebling von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Auskunft, Telefon 02162 391406.

Wer den Garten umgestalten möchte, könne heimische Gehölze als Hecke oder Gebüsch anpflanzen: „Dadurch leisten Sie einen aktiven Beitrag zum Schutz unserer heimischen Tierwelt, denn viele Tiere finden hier Nahrung, Schutz und Nistgelegenheiten.“

(biro)