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Blumenampeln verschönern Straßenlaternen in St. Hubert

Engagement in der Nachbarschaft : Blumenampeln verschönern Straßenlaternen in St. Hubert

Straßengemeinschaften kümmern sich darum, dass Blumenampeln gehegt und gepflegt werden. Auch in St. Hubert sind Nachbarn im Einsatz, um die Töpfe mit Geranien und Weihrauch regelmäßig zu gießen.

Mit schön dekorierten Schubkarren fahren ein paar Mitglieder der Straßengemeinschaft St. Hubert West in die Gärtnerei von Hans-Peter van der Bloemen. Dort stehen 18 mit Weihrauch und roten Geranien bepflanzte Töpfe, die in Kürze die Laternen im St. Huberter Westen verschönern sollen. Es ist ein besonderes Jahr, denn es wäre das 25. Mal, in dem eigentlich wieder ein ausgiebiges „Blumenangießfest“ gefeiert werden würde. Doch corona-bedingt werden die Blumen von wenigen Mitgliedern mit Maske und viel Abstand erst abgeholt und dann „nur“ aufgehangen.

„Wir bemühen uns, die Gemeinschaft zusammenzuhalten, das Fest wird auf jeden Fall nachgeholt“, verspricht Theo van der Bloemen, Vorstandsmitglied der Straßengemeinschaft St. Hubert West. Die Blumenampeln haben eine langjährige Tradition. Auch in Kempen auf der Kuhstraße, Peterstraße oder dem Studentenacker kümmern sich Straßengemeinschaften darum, dass Blumenampeln gepflegt und gehegt werden. Kempens Bürgermeister Christoph Dellmans (parteilos) freut sich über so viel Engagement: „Ich danke den Blumenengeln von St. Hubert, dass sie den Stadtteil verschönern, so viel Ehrenamt muss gewürdigt werden.“ Beim ersten „Blumenangießfest“ 1996 war Alt-Bürgermeister Karl-Heinz Hermans als Gast anwesend. Er hatte das Fest in Kempen ins Leben gerufen.

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Nach und nach werden die Blumentöpfe an den Ampeln, unter anderem an der Hunsrückstraße und zum Teil an der Hubertusstraße in St. Hubert, aufgehangen. Gespendet hat Hans-Peter van der Bloemen gerne: „Wichtig ist natürlich, dass die Pflanzen regelmäßig gegossen und gepflegt werden.“ Die Straße und besonders die Laternen sehen dann schon wieder ganz anders aus. An jeweils einer Straßenlaterne bringt die Straßengemeinschaft zwei Blumenkübel an. Theo van der Bloemen freut sich, denn wichtig ist auch, dass der Nachwuchs mitmacht: „Wir können die Tradition nur aufrechterhalten, wenn die Gemeinschaft immer jünger wird.“ Die Mitglieder hoffen, dass das ausgefallene Fest nachgeholt werden kann.