Bloese-Packen im Kempener Rathaus

St. Martin: Es ist vollbracht: „Bloese“-Packen wieder im Akkord

Rund 100 freiwillige Helfer füllten am Donnerstagnachmittag die Tüten fürs Martinsfest mit allerlei Leckereien.

Am Donnerstagnachmittag war das Foyer im Kempener Rathaus fest in Bürgerhand. Nein, dies war keine unerwartete Revolution, sondern das „Bloese“-Packen für den Kleinkinderzug und den großen Zug der Schüler zu St. Martin. Rund 100 Helfer waren es wohl, schätzte Lars Weegen der in zweiter Generation der Familie die Zusammenstellung der Martinsgabe organisiert. 17 süße und gesunde Teile sind in jeder Tüte – wie immer finanziert durch die Spenden von Kempener Bürgern, aber auch von Firmen, die zum Beispiel einen Apfelsaft oder ein kleines Spielzeug dazu gaben.

An den Säulen des Rathaus-Foyers hingen Zettel, die genau aufzeigten, in welcher Reihenfolge die schönen Überraschungen eingefüllt werden mussten. Bei 17 Teilen und einer langen Tischreihe waren hier allein fast 70 Helfer bei der Arbeit. Das ginge schon wie im Akkord am Fließband, scherzte der stellvertretende Bürgermeister Otto Birkmann. Der Vorsitzende des St.-Martin-Vereins, Rainer Hamm, freute sich, dass so viele junge Leute sich engagierten. Da brauche sich der Verein um Nachwuchs keine Sorgen machen. Lena und Kimberley (beide 13) von der Gesamtschule waren mit dabei. Sie hatten schon beim Aufbau der Fackelaufstellung geholfen. Das sei eine Ehrensache für sie, meinten die beiden Mädchen. Am Samstag ziehen sie auch mit ihren selbst gebastelten Fackeln beim Martinszug durch die Altstadt mit.

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Inge Krieper und Ursula Hantel stehen seit Jahren Seite an Seite beim Packen. Aufhören wollen die beiden Damen noch lange nicht. Es mache viel zu viel Spaß. Überhaupt herrschte im Foyer eine gelöste Stimmung. Überall wurde gelacht und gescherzt. Ruhepol in dem Trubel war wie immer Peter Büscher, der den ganzen Nachmittag lang die Tacker nachfüllte, mit denen die Tüten verschlossen wurden. Derweil stapelten Markus Pricken und Peter Nieskens die fertigen Exemplare. Immer 100 Stück auf einem Karren wurden heran gefahren. Auch dies gelang wieder mit Hilfe der Schüler ganz hervorragend. Andere starke Helfer waren derweil damit beschäftigt, Nachschub an die Tische zu bringen und die leeren Kartons auseinander zu reißen. Die fanden direkt auf dem Kirchplatz ihren Platz in einem großen Müllcontainer.

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