Stadt Kempen: Bewegungsbad ist gut ausgelastet

Stadt Kempen : Bewegungsbad ist gut ausgelastet

Der Badverein hat den Vorstand neu gewählt. Es werden noch Sponsoren gesucht, um den Betrieb im Hospital zum Heiligen Geist sicherzustellen.

Seit Anfang Januar ist das Warmwasserbewegungsbad im Kempener Hospital zum Heiligen Geist wieder in Betrieb. Das ist dem rührigen Verein zu verdanken, der sich um den Erhalt des Bades kümmert. Denn das Bad war nach rund 20 Jahren Betrieb dringend sanierungsbedürftig, aber die Artemed-Gruppe wollte diese Kosten nicht übernehmen. Zu wenig wurde das Bad für die Patienten des Krankenhauses genutzt.

Dagegen gibt es viele Vereine und Selbsthilfegruppen, die das Bewegungsbad schätzen. Denn bei vielen Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Rheuma oder Osteoporose ist gerade die Bewegung in warmem Wasser ein wichtiges therapeutisches Mittel. Ebenso wird das Bad auch für Säuglingsschwimmen genutzt. Die Wassertemperatur beträgt konstant 32 Grad. Außerdem lässt sich die Wassertiefe durch eine Anheben und Absenken des Bodens zwischen 1,20 Meter und 60 Zentimeter variieren.

Seit der Wiedereröffnung ist das Bad gut ausgelastet. Acht Vereine nutzen es. Diese kommen nicht nur aus Kempen, sondern auch aus Schiefbahn, Vorst, Krefeld und Aldekerk. Sie haben von Montag bis Samstag zurzeit 67 Stunden fest gebucht. Mit dieser Auslastung von rund 93 Prozent ist der Verein sehr zufrieden. "Damit liegen wir im Plan", so der am Samstag neu gewählte Vorsitzende des Vereins, Heino Breuning. Sind Gruppen, die das Bad nutzen, Mitglied im Verein, zahlen sie pro Stunde 35 Euro, Nicht-Mitglieder zahlen 45 Euro. Dieser Betrag ist für den Verein kostendeckend. Sowohl Breuning als auch der zweite Vorsitzende Walter Simon weisen darauf hin, dass vielfach Krankenkassen die auf die Teilnehmer umgelegten Kosten übernehmen. Um die Belegung der Stunden kümmert sich im Moment noch die Physiotherapie des Krankenhauses, aber dies wird auch zunehmend vom Verein übernommen. Sonntags wird das Bad nicht genutzt. Im Moment gibt es noch einige freie Stunden, vor allem abends. Hier könnte sich Breuning auch Entspannungsabende in der angenehmen Badatmosphäre vorstellen. Da es keine Sportaktivitäten wie in anderen Schwimmbädern gibt, ist das durchaus möglich. Es müsste sich halt nur eine Gruppe oder Privatperson finden, die so etwas organisieren möchte.

Simon ist derjenige im Verein, der sich zur Zeit intensiv darum kümmert, Spenden oder dauerhafte Sponsoren für das Bad zu finden. Denn das Krankenhaus hat die Sanierungskosten zwar zunächst übernommen, aber der Verein muss diese stückweise zurückzahlen. Und das ist ein fünfstelliger Betrag. Viel Arbeit für das dreiköpfige Vorstandsteam, dem auch Horst Leigraf als Geschäftsführer angehört. In nächster Zeit will der Verein intensiv Ärzte und Heilpraktiker über die Angebot des Bades informieren. Für Nachfragen steht Breuning unter Telefon 02152 51159 oder per E-Mail an: breuning.rp@t-online.de zur Verfügung.

(sr)
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