Besuch im Grefrather Eissportzentrum

Grefrath : Ein winterlicher Freizeitspaß

Halle, Eislaufzelt und Außenring – im Grefrather Eissport & Eventpark warten 8000 Quadratmeter Eisfläche auf die Besucher.

Das Knirschen, wenn Kufen kurz auf dem Eis aufsetzen, um Sekunden danach schon wieder in der Luft zu sein, vermischt sich mit der Musik aus den großen Boxen am Außenring des Grefrather Eissport & Eventparks. Die Sonne schiebt sich hinter den Wolken hervor und zaubert Lichtreflexe auf die weiße, glitzernde Fläche. Kleine und große Eisläufer sind auf dem 400 Meter langen Außenring unterwegs. Es wird gelacht und erzählt. Eine entspannte Urlaubsstimmung liegt in der Luft. Ganze Familien sind unterwegs, wobei die Füße der jüngsten Besucher in Gleitschuhen stecken und so mancher eine Lauflernhilfe vor sich herschiebt. Doch egal, ob es noch etwas holprig über die Eisfläche geht oder schon gekonnt über die weiße Pracht gesetzt wird, überall ist den Gesichtern der Spaß am Schlittschuhlaufen anzusehen. Jugendliche fahren in kleinen Cliquen zusammen und so mancher Senior dreht gesetzt und völlig entspannt seine Runden.

Aber nicht nur der 400 Meter lange Außenring, der sich unter freiem Himmel befindet, bietet dieses Bild. Sowohl unter dem weißen Pagodendach des Eislaufzeltes, das in der Mitte des Außenringes liegt, als auch in der großen Halle ist Eislaufvergnügen angesagt. Der Grefrather Eissport & Eventpark bietet 8000 Quadratmeter ständig gepflegte Kunsteisfläche an. „Wir haben vier Eisaufbereitungsmaschinen im Einsatz, mit denen wir rund um die Uhr für ein Top-Eis sorgen“, sagt Eismeister Jürgen Lemke. Durchschnittlich alle zwei Stunden wird das Eis in den drei Bereichen jeweils versetzt aufbereitet. So kann immer gelaufen werden. „Ich denke, das ist der einzige Ort im Kreis Viersen, wo die Menschen ein winterliches Gefühl erfahren können“, sagt Bernd Schoenmackers, Geschäftsführer des Grefrather Eissport- und Eventparks, lächelnd.

Jan Lankes mit einem Gleitschuh, der sich vor allem für Kinder eignet. Foto: Norbert Prümen (nop)

Wer in den Weihnachtsferien oder auch sonst einen Hauch von Winter spüren möchte und nicht gerade ins Hochgebirge mit Gletschern reist, hat in Grefrath die Chance auf ein klein wenig Winter-Feeling. „In den Ferien haben wir täglich durchgehend geöffnet und stellen alle drei Eisflächen zur Verfügung“, erklärt Marketingleiter Jan Lankes.

Ohne Spikes geht nichts beim Einsatz der Eismaschinen. Jürgen Lemke (links) und Bernd Schoenmackers zeigen die Bereifung. Foto: Norbert Prümen (nop)

Aber nicht nur die Eisflächen allein machen das Eissportzentrum aus. Das Freizeitvergnügen fängt schon mit dem Parken an. Der direkt neben dem Gebäudekomplex liegende großzügige Parkplatz bietet mehr als kostenfreie 1800 Stellplätze. Langes Anstehen an den Kassen gibt es ebenfalls nicht. Selbst zu Stoßzeiten sind die Wartezeiten kurz, da alle Kassen geöffnet sind. Eigene Schlittschuhe muss man nicht mitbringen. Im Schlittschuh-Servicecenter können die Besucher Schlittschuhe von Schuhgröße 24 bis 50 ausleihen. „Auch wenn es voll ist, findet hier jeder Besucher seine passende Größe. Immerhin haben wir 1500 Paare“, sagt Marion Wanraths vom Verleih. Die Gäste können zwischen Kunst- und Hockeyschuhen wählen. Erstere sind für Anfänger besser geeignet, da sie längere und breitere Kufen haben. Wer sich schon sicherer auf dem Eis fühlt, kann zu den Hockeyschuhen für das sportlichere Fahren zurückgreifen. Für die ganz jungen Eisläufer stehen 30 Paar Gleitschuhe zur Verfügung. Diese können von Größe 24 bis 34 eingestellt und unter die normalen Schuhe geschnallt werden. Ausleihe und Rückgabe sind voneinander getrennt, so dass auch hier nicht lange gewartet werden muss. Wobei jedes Paar Schlittschuhe, das ein Läufer zurückgibt, zunächst einmal desinfiziert wird, bevor es wieder ins Hängeregal zurückgeht. Zudem werden die Kufen bei Bedarf geschliffen. Die Leihgebühr liegt übrigens bei 4,50 Euro. Zudem muss ein Pfand abgegeben werden, wobei „viele ihren Führerschein oder Personalausweis hinterlegen“, berichtet Lankes. Die Lauflernhilfen können Besucher direkt am Außenring ausleihen. Pro Stunde kosten sie 1,50 Euro. Wer sich den Traum von eigenen Schlittschuhen erfüllen möchte, hat dazu ebenfalls die Gelegenheit. Es gibt einen eigenen Shop, in dem neue und gebraucht Modelle samt dem kompletten Zubehör für den Schlittschuhsport verkauft werden. Doch ob eigene oder geliehene Schlittschuhe – der Sport auf dem Eis macht Spaß.

Im Schlittschuhverleih findet wohl jeder Besucher die passenden Gleiter. Immerhin 1500 Paare sind in den Größen 24 bis 50 vorrätig. Foto: Norbert Prümen (nop)

Um seine normalen Schuhe muss sich kein Besucher Gedanken machen. Die hauseigenen Schuhe und weitere nicht benötigte Gegenstände finden in den Spinden der Umkleiden unter der Tribüne ihren Platz. Zwei Euro sollten die Besucher immer parat haben, denn das ist der Pfand für die Spinde. Schlittschuhlaufen macht hungrig. Aber das ist im Grefrather Eissport & Eventpark kein Problem. Die Besucher können sich ihr eigenes Essen mitbringen und an den Tischen im Außenbereich genießen oder aber auf die Pistenbar und die Pistenhütte samt dem „Curry-Cult“-Verkaufsstand zurückgreifen. Dazu kommt an den Wochenenden das Panorama-Restaurant, das gute Sicht sowohl auf die Halle als auch auf den Außenbereich gewährt. Alle Bereiche können mit Schlittschuhen betreten werden, wobei für den Besuch des Restaurants eigens Schlittschuh-Schoner bereit liegen, denn hier gibt es die gummierten Matten, wie sie im gesamten Pistenbarbereich liegen, nicht. Die Pistenbar empfängt die Besucher mit Aprés-Ski-Feeling. „Wenn ich hier eintrete, denke ich immer, ich wäre in einer Skihütte an der Piste“, sagt Lankes lächelnd. Insbesondere der Kakao mit Sahne als auch die Currywurst mit der hauseigenen Sauce sind bei den Mitarbeitern des Grefrather Eissport & Eventparks beliebt und daher gehören sie ebenfalls zu den regelmäßigen Besuchern. Der Duft von Pommes & Co vermischt sich mit dem von heißen Getränken. Die gemütlichen Thekenbänke sind allesamt belegt, während Lankes durch die Pistenbar schlendert und sich für einen kleinen Snack anstellt. Während die einen Herzhaftes bevorzugen, entscheiden sich andere für die süßen Varianten wie Donuts oder Kuchen. Wer Eis nicht nur unter den Kufen genießen möchte, sondern kulinarisch, kann das ebenfalls machen. Speiseeis gehört ebenso zum Angebot in der Pistenbar. Und dann gibt es da noch die Süßigkeitenbar. Die bunten Bonbongläser, aus denen man sich seine persönliche Mischung zusammenstellen kann, sind nicht nur bei den jüngeren Besuchern beliebt. Bei manchem älteren Gast werden Kindheitserinnerungen wach, wenn er die verschiedenen Gläser sieht und hiervon zehn oder zwanzig kleine Süßigkeiten ordert.

Hier wird die Kälte produziert: Das auf minus 50 Grad gekühlte Ammoniak wird mit Kompressoren durch ein 90 Kilometer langes Rohrsystem gepumpt. Foto: Norbert Prümen (nop)

Ein Teil des Panorama-Restaurants befindet sich derweil fest in Kinderhand: „Kids on Ice“ ist angesagt. Dahinter verbirgt sich das Geburtstagspaket, das im Grefrather Eissport & Eventpark angeboten wird. „Kinder können hier ihren Geburtstag feiern. Wir organisieren alles, angefangen von den Einladungskarten bis hin zu den kleinen Geschenken für die eingeladenen Gäste“, informiert Schoenmackers. Die Kinder laufen nicht nur Schlittschuh, sondern nehmen auch einen Snack samt Getränk ihrer Wahl im Restaurant ein.

Aber nicht nur Geburtstagskinder können sich auf besondere Events freuen. Eislaufdiscos mit Musik und Lichtshow vom Feinsten, die Ü30 On Ice Party oder die Ice Minis sind nur einige der Events, die fest zum Grefrather Eissport & Eventpark gehören.