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Beate Blume aus Kempen gewinnt American Art Award

Kempenerin gewinnt American Art Award : „Ich male, was ich schön finde“

Der Sonnenuntergang über der Brooklyn Bridge überzeugte die Jury: Malerin Beate Blume aus Kempen erreichte bei den American Art Awards einen geteilten ersten Platz.

Not macht erfinderisch. Die Not besteht in diesem Fall in der langen coronabedingten Ausstellungs-Durststrecke, durch die sich die bildenden Künstler kämpfen mussten. Das Erfinderische bedeutet im Fall von Beate Blume, dass sie begann, sich an online durchgeführten Kunstwettbewerben zu beteiligen. Das Ergebnis: Die Kempenerin erreichte mit ihrem Bild „Brooklyn Bridge Sunset“ beim American Art Awards einen geteilten ersten Preis und mit „Tower Bridge at Dawn“ den geteilten vierten Platz.

Der American Art Awards funktioniert so: jährlich wählt die Jury die 25 besten US-amerikanischen Galerien aus, wobei sich jeder Bundesstaat nur mit einer Galerie bewerben darf. Diese Galerien bewerten dann unabhängig voneinander die eingereichten Kunstwerke aus aller Welt. Etwa 2000 waren es, die von den Experten in stilistische Sparten wie abstrakt, naiv, expressionistisch und weitere aufgeteilt werden. Die Juroren vergeben Punkte für die Kunstwerke, diese werden addiert und ergeben am Ende die Sieger.

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Dass ihre Bilder in der Kategorie „naive Kunst“ einsortiert wurden, wundert Blume, aber es schmälert nicht ihre große Freude über die Anerkennung, die ihr durch die Preise zuteil wird.

Beate Blume ist 55 Jahre alt. Erst war sie Diplomfinanzwirtin beim Zoll und Anwendungsprogrammiererin, dann studierte sie Englisch und Sport auf Lehramt. Die Mutter von vier Kindern unterrichtet am Luise-von-Duesberg-Gymnasium in Kempen. Das Malen ist Blumes Leidenschaft. Darin ist sie Autodidaktin. Gemalt habe sie schon immer viel, erzählt Beate Blume, doch an die Öffentlichkeit sei sie erst vor einigen Jahren getreten. Und zwar 2016. Da hatte sie den Kempener Kunstkalender gestaltet, einen immerwährenden Kalender, in dem sie, die in der Nähe von Hannover geboren wurde, aber seit der Grundschulzeit in Kempen lebt, die Schönheiten ihrer Heimatstadt festhält wie das Thomasdenkmal, die Propsteikirche, die Burg, das Kuhtor.

Vor Ausbruch der Pandemie nahm Blume bereits an einigen Ausstellungen in Kempen und Viersen teil.

Sind es im Kempener Kunstkalender die Sehenswürdigkeiten der Stadt, greift Blume in ihren Leinwandarbeiten oft auch zu anderen Motiven. „Ich male, was ich schön finde“, sagt sie. Das können spielende Kinder, lesende Frauen oder Tiere sein. Wichtig sind ihr die Farben und Formen, aus denen sie ihre Bilder komponiert. Es sind überwiegend kräftige Farbtöne, die sie in einen spannungsvollen Kontrast zueinander setzt wie beispielsweise das Gelb zu Blau. Das Motiv bleibt erkennbar und doch ist es durch die Farbe verfremdet ebenso wie durch die fleckenartigen Farbflächen, aus denen es zusammengesetzt ist. Diese Formen wiederholen sich und rhythmisieren das Bild. Fragmentiert und dennoch harmonisch: „Das ist am Ende gar nicht so leicht“, erklärt Blume lachend. Doch gelingt es, und ihre Bilder vermitteln die gewünschte Harmonie und Lebensfreude.

Beate Blumes Bilder sind zur Zeit in mehreren Online-Ausstellungen zu sehen, beispielsweise bei der Camelback Gallery unter dem Link https://www.camelbackgallery.com/featured-artists/beate-blume-. Mehr Informationen sind auf der Homepage von Beate Blume zu finden: www.beateblume.de