Bauer Funken ist der 22. Ehrenleutnant der Kempener Prinzengarde

Kempener Prinzengarde : Bauer Funken ist der 22. Ehrenleutnant

Der 66-jährige Unternehmer wurde am Freitagabend vom Vorstand der Kempener Prinzengarde seinen Vorgängern beim Sommertreff präsentiert. Er passt prima in diesen närrischen Kreis. Er feiert gerne Karneval und treibt viel Sport.

Als sich am Freitagabend die Ehrenleutnant-Riege der Kempener Prinzengarde zum traditionellen „Sommertreff“ in der Baumschule von Franz-Josef „Jüppi“ Trienekens traf, knisterte es vor Spannung. Kurz darauf lüftete Garde-Chef Peter van der Bloemen das in Kempen seit dem Ende der fünften Jahreszeit am besten gehütete Geheimnis und präsentierte Georg Funken, Chef des Unternehmens Bauer Funken, als 22. Ehrenleutnant der Garde. Der 66-Jährige ist Nachfolger des Landwirts Peter Josef Coenen und wird am 18. Januar im Kolpinghaus beim Uniform- und Regimentsappell der Prinzengarde ins Ehrenamt eingeführt. „Seine Verbundenheit mit Kempen sowie sein Herz für den Karneval waren für uns ausschlaggebend, Georg Funken zum Ehrenleutnant zu ernennen. Wir schätzen seinen Humor und seine sympathische Art“, sagt Peter van der Bloemen.

Georg Funken wuchs auf dem Dröneshof in der Scheifeshütte zwischen Kempen und St. Hubert auf. Für seine Eltern war klar, dass ihr Sohn den von der Familie bewirtschafteten landwirtschaftlichen Betrieb fortführen wird. Nach seiner Ausbildung in der Landwirtschaft lernte er bei dem Verpächter des elterlichen Bauernhofes einen Amerikaner kennen, der ihn in die USA einlud. Er machte sich auf den Weg über den großen Teich. Dort gefiel es ihm so gut, dass er daran dachte, dort ansässig zu werden. Als er allerdings sein Visum zum zweiten Mal verlängern wollte, stand sein Vater plötzlich „auf der Matte“, um ihn wieder an den Niederrhein zu holen. Beide bereisten für einige Wochen die Südstaaten der USA und kehrten 1973 nach Kempen zurück. Nach der Absolvierung des Wehrdienstes und einem anschließenden Studium zum Agrar-Ingenieur setzte er ab 1980 seine gesammelten Ideen im elterlichen Betrieb um. Er wagte sich an den Anbau von damaligen Exoten wie Brokkoli, Fenchel, Staudensellerie, Zuckermais und bunten Salaten. Damals eine echte Seltenheit in Deutschland. Der Betrieb wird relativ schnell zum Pionier-Hof für innovative Produkte. Daraufhin folgte ab 1985 die Verarbeitung von heimischen Salaten und Gemüse zu küchenfertigen Produkten. Dies war der Startschuss zu einem Unternehmen der besonderen Art in der Branche.

1990 verlegte Bauer Funken seine Produktionsstätte vom Dröneshof zum Industriering Ost in die ehemalige Sauerkrautfabrik Kuhlendahl. Das Familienunternehmen beschäftigt heute 250 Mitarbeiter aus 27 Nationen. Seine Ehefrau Ulrike sowie die drei Kinder Johanna (35), Eva (33) und Sebastian (31) sind nach Ausbildung und Studium in verschiedenen Bereichen der Firma in leitender Funktion tätig.

Seine Freizeit nutzt Georg Funken gerne zur Bewegung. Früher war er oft auf Inlinern unterwegs und nahm erfolgreich an Inliner-Marathonläufen in Berlin, Köln und Düsseldorf teil. Mittlerweile gehört er der Laufgruppe der Kempener Prinzengarde an und absolvierte 2017 in Venlo seinen ersten Zehn-Kilometer-Lauf. Auch auf dem Rad ist er viel unterwegs. Im Urlaub standen schon viele lange Radtouren auf dem Programm. Seine Leidenschaft ist allerdings das Tanzen.

Sehr oft trifft sich das Ehepaar Funken mit Freunden zur kubanischen Salsa. „Ich feiere auch sehr gerne Karneval, allerdings ist es mir zeitlich leider nicht möglich in einem Verein aktiv zu sein, umso mehr freue ich mich über die Auszeichnung der Prinzengarde. Ich kenne viele Ehrenleutnants und war auch schon mal beim Uniformappell. Das ist eine tolle Veranstaltung“, sagt Georg Funken. Dass Peter Josef Coenen die Laudatio für ihn halten darf, freut ihn besonders, denn der Landwirt aus Schmalbroich liefert ihm im Winter den frischen Grünkohl für die Verarbeitung. Insgesamt stammen überdies etwa sechzig Prozent der Rohprodukte, welche bei Bauer Funken verarbeitet werden, aus dem regionalem Anbau.

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