Stadt Kempen: Bahnhof Kempen erhält keinen Graffiti-Schutz

Stadt Kempen: Bahnhof Kempen erhält keinen Graffiti-Schutz

Land und Deutsche Bahn haben gestern ein zwei Millionen Euro schweres Vorbeugungsprogramm gegen Graffiti an Bahnhöfen und Haltepunkten gestartet. Betonwände in 110 verschandelten Bahnhofsbauten in NRW sollen eine spezielle Schutzgrundierung bekommen, auf der Farbschmierereien leichter entfernt werden können. Die Graffiti sollen laut DB binnen 72 Stunden beseitigt werden.

Der Kempener Bahnhof ist nicht in das Programm aufgenommen – hier sind die Graffiti keine so ausgeprägte Plage wie anderswo. Vielmehr ist aus dem einst schäbigen Bahnhof nach millionenschweren Investitionen der Stadt, der Bahn und eines Privatinvestors eine schmuckes Eingangstor zur Stadt geworden. Seit dem jahrelangen Totalumbau bis 2005 ist hier der Vandalismus stark zurückgegangen.

Selbst im neuen Tunnel sind keine Zerstörungen oder Schmierereien zu sehen: Es hat sich ausgezahlt, die Unterführung weit und licht, gut einsehbar und ausgeleuchtet anzulegen. Ein befürchtetes Dreckloch ist nicht entstanden. Dennoch gibt es auch in Kempen Schmierfinken, die sinnfreie Schriftzeilen oder dümmliche Bilder an die Wände des Bahnhofs sprühen.

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Mit dem Gebäude selbst und seiner Pflege hat die Bahn indessen nichts mehr zu tun. Es gehört seit 2002 einem Privatinvestor. Der vom frühen Morgen bis zum Abend betriebene Kiosk im Gebäude dürfte beitragen, dass sich Sachbeschädigungen, zu denen Graffiti zählen, im Vergleich zu anderen Bahnhöfen in Grenzen halten.

(RP)
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