Ausstellung "Kinder von Auschwitz" wird in Kempen gezeigt

Kempen : Ausstellung „Kinder von Auschwitz“ in Christ-König zu sehen

Eine beeindruckende Ausstellung wird am Sonntag in der Kirche Christ-König am Concordienplatz im Hagelkreuz eröffnet. „Vergiss deinen Namen nicht! Die Kinder von Auschwitz” beschäftigt sich mit den jüngsten Opfern des Holocaust.

Dem Cloppenburger Autor und Filmemacher Alwin Meyer ist es zu verdanken, dass diese Schicksale 70 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz veröffentlicht wurden. Mehr als 40 Jahre hat er die Geschichte dieser Kinder erforscht.

Nach Kempen hat der parteilose Ratsherr Jeyaratnam Caniceus die Ausstellung geholt. Im Kempener Geschichts- und Museumsverein fand er einen Kooperationspartner. Gemeinsam mit der Vereinsvorsitzenden Ina Germes-Dohmen und Kulturamtsleiterin Elisabeth Friese stellte er die Schau vorab vor. Die katholische Gemeinde war gerne bereit, die Räume in Christ-König zur Verfügung zu stellen, so Barbara Saitner-Holtemeyer vom Pfarreirat St. Mariae Geburt. Das Kolping-Bildungszentrum Dülken ist ebenfalls beteiligt. Die Ausstellung in Kempen wird mit 2500 Euro aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben” gefördert, so Kerstin Schöffel.

Rund 30 Einzelschicksale sind auf den großen Tafeln nachzulesen. Hinzu kommen einige erklärende Tafeln. Ziel ist es vor allem, Kinder und Jugendliche anzusprechen. Bei dieser eindrucksvollen Präsentation werden sie einen anderen Zugang zur Geschichte finden, da es um ihre Altersgenossen geht. Es gibt inzwischen Anmeldungen von rund 650 Schülern für den Besuch der Ausstellung. Sie kommen von den weiterführenden Schulen in Kempen sowie der Liebfrauenschule Mülhausen und dem Rhein-Maas-Berufskolleg in Kempen. An drei Tagen wird es Lesungen mit dem Autor für Schülergruppen geben.

Eröffnung ist am Sonntag, 12. Mai, um 12.30 Uhr. Neben Grußworten von Barbara Saitner-Holtemeyer, einer Einführung durch Ina Germes-Dohmen und einem Grußwort von Landrat Andreas Coenen liest Alwin Meyer aus seinem Buch und steht für Fragen zur Verfügung. Bis 30. Juni ist die Ausstellung ab 23. Mai jeweils donnerstags bis samstags von 15.30 bis 17 Uhr, an Samstagen mit geradem Datum ab 18 Uhr sowie sonntags vor und nach dem Gottesdienst um 11.30 Uhr zu sehen. Besichtigungstermine außerhalb dieser Zeiten können mit Ina Germes-Dohmen, Telefon: 02152 519613, oder Jeyaratnam Caniceus, Telefon: 0171 3636156, vereinbart werden.

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