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Aufräumen am Tag nach dem Sturm in Kempen, Grefrath, Willich und Tönisvorst

Bauhöfe im Einsatz : Aufräumen am Tag nach dem Sturm

Viel zu tun hatten am gestrigen Montag die Mitarbeiter der Bauhöfe, um die Schäden nach dem Sturm vom Sonntag zu beseitigen. Besonders viel Arbeit gab es in Kempen.

Am Tag nach dem Sturm war vielerorts in den Städten und Gemeinden im Viersener Ostkreis das ganze Ausmaß des Sturms „Eberhard“, der am Sonntagnachmittag über das Rheinland hinweggefegt war, sichtbar. Überall wurde aufgeräumt.

Besonders hart hatte es die Stadt Kempen getroffen. Hier war die Feuerwehr am Sonntag bis in die frühen Abendstunden im Dauereinsatz gewesen. Mehr als 100 Feuerwehrleute hatten rund 30 Einsätze in allen Stadtteilen, besonders viele in Alt-Kempen. Ab 20 Uhr hatte sich die Lage nach Angaben von Feuerwehrsprecher Johannes Dicks im Stadtgebiet beruhigt. Bereits am Sonntag war auch der städtische Baubetriebshof mit der Beseitigung der Sturmschäden beschäftigt.

Am Montagmorgen rückten die Stadtmitarbeiter wieder aus. Bis auf die Maler- und Schreinerkolonne war das gesamte Bauhofpersonal unterwegs. Am meisten Arbeit hatten die Mitarbeiter an der Von-Saarwerden-Straße, wo am Sonntag fünf Bäume vom alten Friedhof auf die Straße und dort auch auf parkende Autos gestürzt waren. Auf dem Friedhof selbst wurden mehrere Gräber und Grabsteine beschädigt. An zahlreichen anderen Stellen im Stadtgebiet mussten ebenfalls Bäume oder große Äste aus dem Straßenraum weggeräumt werden.

Am Morgen war eine Kolonne des Baubetriebshofs im Stadtgebiet unterwegs, um auch nach noch nicht von Feuerwehr oder Anwohnern gemeldeten Schäden zu schauen. Dabei stellte sich beispielsweise heraus, dass sich am Wanderweg im Bereich des Industriering Ost zahlreiche Äste in den Baumkronen verhakt hatten und herabzustürzen drohten. Deshalb wurde der Weg vorsorglich gesperrt.

Wie Kempens Stadtsprecher Christoph Dellmans weiter mitteilte, wird die Räumung der Flächen wohl noch zwei bis drei Tage in Anspruch nehmen. „Danach wird es an die Beseitigung gehen. Hier kommen die Häcksler zum Einsatz, die die Äste und Bäume zu Rindenmulch zerkleinern“, so Dellmans. Die Stadt warnte davor, auch in den nächsten Tagen Waldflächen zu betreten. Hier könnten Äste herabfallen.

Im Gemeindegebiet von Grefrath gab es am Sonntag bis in die Abendstunden insgesamt 31 Einsätze. Alle vier Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr waren mit 86 Wehrleuten im Einsatz, um umgefallene Bäume, Sträucher oder Verkehrsschilder zu sichern. Die Grasheider Straße war aus Sicherheitsgründen gesperrt worden. Am Montag räumte auch der Bauhof der Gemeinde die Sturmschäden auf.

In Willich sorgten neben umgewehten Bauzäunen, herabgestürzten Ästen und Dachziegeln vor allem zwei beschädigte Stromleitungen für Arbeit. In Teilen Neersens fiel deswegen sogar der Strom aus.

In St. Tönis musste die Gegend rund um die Streuff-Mühle an der Gelderner Straße für den Verkehr gesperrt werden, da nicht klar war, ob die Mühlen-Blätter durch den Sturm Schaden genommen hatten. Eine Fachfirma begutachtete diese am Montag, so Sebastian Röttges von der Freiwilligen Feuerwehr Tönisvorst. An der Straße Graverdyk half die Feuerwehr Tönisvorst zudem dabei, mehrere Pferde in ein anderes Gebäude zu bringen, da sich Dachziegel des Stalls gelöst hatten. An der Ecke Wollstraße/„Schuh Erv“ wurde zudem ein Wohnwagen durch einen umgestürzten Baum beschädigt, ein Baum legte sich über Fahrradweg und Fahrbahn der Dammstraße in St. Tönis. „Insgesamt sind wir aber vergleichsweise glimpflich davongekommen“, so Röttges.

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