Auf der Bahnstraße und im Neubaugebiet in St. Hubert wird gebuddelt

St. Hubert : St. Hubert und seine Großbaustellen

Seit Monaten wird die Bahnstraße in St. Hubert saniert und neu gestaltet. Seit einigen Wochen wird auch im geplanten Baugebiet „Auf dem Zanger“ gebuddelt. Die Stadt lässt die Erschließungsstraßen anlegen. Ein Situationsbericht.

Auf der Bahnstraße in St. Hubert wurde auch am Mittwoch mit Hochdruck gearbeitet. Die Mitarbeiter der von der Stadt beauftragten Baufirma Wurzer aus Jülich versuchen, den aus den Fugen geratenen Zeitplan bei der Sanierung und Neugestaltung der wichtigen Verbindung zum Ortskern wieder in den Griff zu bekommen. Seit Monaten sind die St. Huberter über die Sperrung der Straße genervt. Die Fahrzeuge, die in die Ortsmitte wollen, müssen kleinere Nebenstraßen nutzen. Auch dort sind Anwohner mittlerweile verärgert darüber, dass sich die Fertigstellung der Bahnstraße weiter hinzieht. Wie berichtet, hatte eine Telekommunikationsleitung, die in der Bahnstraße entdeckt worden war, den Tiefbauern zeitweise Kopfzerbrechen bereitet. Auch die Telekom wusste nicht genau, was es mit dem Kabel im Erdreich auf sich hatte. Die Tiefbaufirma legte die Leitung auf einer Strecke von rund 200 Metern frei, um dann festzustellen, dass das Kabel durchtrennt und ohne Funktion war. Nach Angaben von Tiefbauamtsleiter Torsten Schröder hat dieses Problem die Arbeiten im Zeitplan um zwei bis drei Wochen zurückgeworfen. Von einer Fertigstellung der Bahnstraße geht die Stadt ohnehin erst für das Frühjahr aus. Wann sie wieder für den Durchgangsverkehr befahrbar sein wird, ist derzeit offen.

Auch am Mittwoch waren die Bauarbeiter damit beschäftigt, die neuen Gehwege anzulegen. Die Fahrbahnführung ist an der Anlage der Bordsteine schon gut zu erkennen, auch dass die Gehwege deutlich breiter werden und damit Fußgänger sicherer die Straße nutzen können. An der provisorischen Zufahrt zum Aldi-Markt von der Einmündung Bendenstraße hat sich indes nichts geändert. Kunden, die mit dem Wagen zum Parkplatz des Discounters gelangen wollen, müssen ihre Fahrzeuge nach wie vor durch die Baustelle jonglieren.

Derweil wird auch an St. Huberts zweiter Großbaustelle kräftig gearbeitet. Die Viersener Tiefbaufirma Lücker hat die provisorische Baustraße für das geplante Neubaugebiet „Auf dem Zanger“ bereits angelegt und ist derzeit im Gelände mit der weiteren Erschließung beschäftigt. Der geplante Straßenbau ist am kommenden Montag, 5. November, Thema im Ausschuss für Umwelt, Planung und Klimaschutz des Kempener Stadtrates. Der tagt ab 18 Uhr im Rathaus am Buttermarkt. Die Politik muss über den Straßenausbau für das Baugebiet entscheiden.

Das zuständige Tiefbauamt hat für den Ausbau der zentralen Straße der neuen Wohnsiedlung „Auf dem Zanger“ sowie die komplett neu anzulegenden Straßen „Hospitalstraße“ und „Am Pielenhof“ die Kosten kalkuliert. Die beiden letztgenannten Straßen zweigen von „Auf dem Zanger“ ab. Für den Kanalbau belaufen sich die Kosten auf etwa eine Million Euro, für den reinen Straßenbau zusätzlich rund 2,2 Millionen Euro. Die Erschließungskosten werden später nach dem Baugesetzbuch über Beitragsbescheide oder so genannte Ablöseverträge auf die künftigen Grundstückseigentümer und Häuslebauer umgelegt.

Es bleibt dabei: Die Zufahrt zu dem Baugebiet erfolgt während der Erschließung über die eigens angelegte Baustraße von der Aldekerker Straße aus. Dadurch sollen die Anwohner des bestehenden Teilstücks „Auf dem Zanger“ und der Breite Straße in dieser Phase vom Baustellenverkehr einigermaßen entlastet werden. Die jetzt begonnene Erschließung wird voraussichtlich bis Ende November 2019 dauern. Der Straßenendausbau ist nach derzeitigem Zeitplan und abhängig vom Fortschritt der privaten Bauvorhaben für das Jahr 2022 vorgesehen. Danach soll die provisorische Baustraße wieder zurückgebaut werden. Die künftige Anbindung des Baugebietes erfolgt von der Aldekerker Straße aus über die „Hospitalstraße“ und von der Breite Straße aus über „Auf dem Zanger“. Die Straßen in dem Baugebiet werden ähnlich gestaltet wie die in den zuletzt fertig gestellten Wohnvierteln im Kempener Süden.

Nördlich dem Wirtschaftsweg „An der Mühle“ ist ein 15 Meter breiter Streifen als Ortsrandbegrünung vorgesehen. Er erhält eine Mulde. Diese soll dazu dienen, Regenwasser aus den angrenzenden Feldern aufzunehmen und zu versickern. Die heutige Verbindung von „Auf dem Zanger“ zu „An der Mühle“ bleibt als Fuß- und Radweg bestehen. Eine weitere Verbindung dieser Art wird von „Am Pielenhof“ zu „An der Mühle“ angelegt.

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