Auf dem Gelände der Deula in Kempen entsteht zurzeit ein Gebäude, in dem sich fünf Partner der Landwirte künftig um deren Interesse bemühen.

Kempen : Kempen als Zentrum der Landwirtschaft

Auf dem Gelände der Deula entsteht zurzeit ein Gebäude, in dem sich fünf Partner der Landwirte künftig um deren Interesse bemühen. Fertigstellung soll im Herbst kommenden Jahres sein.

„Wir werden Kempen zu einem wichtigen und bedeutenden landwirtschaftlichen Zentrum im Rheinland machen“, sagt der Haupt-Geschäftsführer des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes (RLV), Reinhard Pauw, auf Anfrage der RP. Derzeit wird auf dem Gelände der Deula am Krefelder Weg der Rohbau für ein „Haus der Landwirtschaft“ hochgezogen, in dem sich gleich fünf Partner um die vielfältigen Interessen der Bauern kümmern wollen. An eine Fertigstellung glaubt Pauw für das Ende des vierten Quartals 2019, spätestens Anfang 2020.

Im dem zweigeschossigen Neubau werden dann die Landwirte aus der näheren wie weiteren Umgebung wichtige Ansprechpartner in vielen Belangen finden, so die Obst- , Gemüse- oder Kartoffelanbauer. Das fängt mit steuerlichen Tipps für die Landwirtschaft und für den Gartenbau an, so bei Umstrukturierungen oder Veränderungen ihrer Höfe und Betriebe, geht über eine optimale Bewirtschaftung und Verwertung ihrer Güter bis hin zu Hilfestellungen, die die Bauern aufgrund von Krankheitsausfällen für einen begrenzten Zeitraum wünschen.

Und was vor allem den Vorsitzenden des Kreis-Bauernverbandes Krefeld-Viersen, Paul Christian Küskens, freut: dass dann endlich die in die Jahre gekommene Geschäftsstelle in Viersen nach Kempen überwechseln kann; Küskens: „Unsere bisherige Geschäftsstelle in Viersen ist alles andere als ein Aushängeschild für uns.“ Am gleichen Viersener Standort hat bisher auch die Steuerberatungs GmbH Parta eine ihrer 14 Niederlassungen. Parta geht mit nach Kempen, ihre bisherige Dependance in Geldern kommt in wesentlichen Teilen hinzu.

Weitere Nutzer und Partner werden neben Kreisbauernverband und Parta sein: die Rheinische Kartoffel-Erzeugergemeinschaft REKA Rheinland, der Provinzial-Verband der rheinischen Obst- und Gemüsebauern mit seiner Fachgruppe Krefeld-Viersen sowie die „Landhilfe“, eine Tochter des rheinländischen Bauernverbandes, die sich demnächst von Kempen aus um die Einsätze notwendig werdender Betriebshelfer oder -helferinnen im gesamten Rheinland kümmern wird.

„Das ist eine Win-Win-Situation für die Landwirte und für alle beteiligten Organisationen“, ergänzt Reinhard Pauw noch und sagt, dass das neue Verwaltungsgebäude in zwei Etagen dann über Büroflächen von nahezu tausend Quadratmetern verfüge und dass bei beabsichtigtem Verlauf durch den Neubau 40 bis 50 neue Arbeitsplätze hinzu kommen könnten. Nahezu zwei Jahre lang hatten alle Beteiligten an diesem Großprojekt gearbeitet.

Foto: deckers
Die Deula leistet seit Jahren beste Arbeit in Sachen Landwirtschaft. Foto: dekers/deckers

Aber das ist längst noch nicht alles, was neue Projekte auf dem großen Deula-Areal am Krefelder Weg angeht. Obgleich Deula-Geschäftsführer Karl Thoer gegenüber der Rheinischen Post erneut sehr zurückhaltend in seinen Äußerungen ist („Ich möchte das nicht regelmäßig kommentieren und in der Zeitung lesen, wir sind da dran“) erwähnt er kurz und knapp, dass die Deula (steht für „Deutsche Lehranstalt für Agrartechnik“) dort in eigener Regie zwei Projekte vorhat. Zum einen den Bau eines modernen Tagungszentrums, zum anderen ein „Gästehaus“, in dem vor allem die Tagungsteilnehmer dann dort bei mehrtägigen oder -wöchigen Seminaren übernachten könnten. Thoer: „Nach dem derzeitigen Stand der Dinge wollen wir mit beiden Bauten im nächsten Jahr beginnen.“ Nähere Details waren von ihm nicht zu erfahren.

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