Stadt Kempen: Auch Mühle und Rathaus sind Themen im Ausschuss

Stadt Kempen: Auch Mühle und Rathaus sind Themen im Ausschuss

Bevor es in die Sitzung im Rathaus ging, erkundeten die Mitglieder des Denkmalausschusses die Kempener Mühle. Denn nach Sturmschäden müssen die Flügel der Mühle saniert werden. Als Teil der Kempener Stadtmauer ist die Mühle fester Bestandteil im Kempener Stadtbild. Auch wenn von der bereits 1907 aufgegebenen Funktion als Windmühle nichts mehr geblieben ist. Dennoch soll das neue Flügelkreuz handwerklich so korrekt ausgeführt werden, dass die Flügel sich drehen können. Wären sie nicht drehbar, besteht die Gefahr, dass sich im Holz Staunässe bildet, so die Vorlage der Verwaltung. Wie bereits berichtet, soll der Kern der Holzflügel aus Stahl bestehen. Der erhöht die Lebensdauer der Ausleger.

Christian von Oppenkowski vom zuständigen Hochbauamt erläuterte, dass man gerade bei der Auswahl des Holzes auf gute Qualität achten müsse. Die Tendenz des Hochbauamtes geht hin zu Eichenholz. Es gibt noch einige Fachfragen, die nicht geklärt sind. Auf jeden Fall werden die Arbeiten aber von einem Statiker begleitet. Ebenfalls ist das Amt für Denkmalpflege eingeschaltet. 38.000 Euro wird die Herstellung des neuen Flügelwerkes wohl kosten. Einstimmig beschloss der Denkmalausschuss, sich den Vorschlägen der Verwaltung anzuschließen.

Heinz Wiegers (SPD) fragte nach, wie es um die Unterschutzstellung des Rathauses stehe (die Rheinische Post berichtete darüber). Er wollte wissen, welche Kriterien dabei beachtet würde, und er erinnerte dabei auch daran, dass dies ein wichtiges Werk des Kempener Architekten Heinz Cobbers war. Die Frage sei auch, was bei einer Unterschutzstellung auf die Stadt zukäme.

Antworten darauf wird es wohl in drei bis vier Wochen geben, so der Technische Beigeordnete Stephan Kahl. Die Gutachten der Denkmalexperten des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) sind noch nicht fertig. In der zweiten Märzwoche setzt sich die Verwaltung mit den LVR-Gutachtern zusammen, um die Einzelheiten zu besprechen. Ganz sicher sei aber, dass alle schützenden Vorhaben mit der anstehenden Sanierung des Gebäudes aus den 1960er-Jahren ineinandergreifen müssten.

(sr)