Radverkehr durch Grefrath Arbeiten an der Niersbrücke geraten aktuell ins Stocken

Grefrath · Die Radverbindung zwischen Kaldenkirchen und Kempen wird sowohl für den touristischen Radverkehr als auch von Berufspendlern genutzt. Derzeit ist die Strecke an der Niers zwischen Grefrath und Mülhausen unterbrochen.

Der Radverkehr am Bahnradweg in Grefrath bleibt unterbrochen. Die Arbeiten an der Niersbrücke ruhen derzeit.

Der Radverkehr am Bahnradweg in Grefrath bleibt unterbrochen. Die Arbeiten an der Niersbrücke ruhen derzeit.

Foto: Uli Rentzsch

Die Brücke musste dringend saniert werden. Eine Umleitung über Burgdyk, Grefrather Straße und Hauptstraße ist eingerichtet.

Schon im November hatte die Gemeinde angekündigt, dass die Bauarbeiten einige Monate lang dauern würden. 2022 hatten die Abbrucharbeiten begonnen, bislang wurde das Fundament auf der westlichen Seite für die neue Brücke gegossen, das zweite Fundament wartet noch auf seine Fertigstellung. Die ausführende Firma hatte verlauten lassen, dass zunächst aufgrund der kalten Witterung ein Fundamentguss nicht möglich sei. Dann verzögerten die starken Regenfälle und der hohe Wasserstand der Niers die Arbeiten. Auf den Fundamenten wird dann eine Stahlkonstruktion befestigt, auf die die eigentliche Brücke gelegt werden kann. Aktuell ruhen die Arbeiten. Die Gemeinde Grefrath könne aktuell keine Angaben machen, wann es weitergeht, informiere aber, sobald dies möglich sei.

Diese Niersbrücke ist nicht das einzige Brückenprojekt in der Niersgemeinde. Zur Renovierung stehen auch die Brücken an der Langendonker Mühle, am Haus Bruch und am Zweikanal südwestlich hinter dem Oedter Gewerbepark an. Für die Brücke an Haus Bruch hatte die Gemeinde eine Förderung beantragt, die bereits bewilligt wurde. Nun folgen Planung und Ausschreibung. In Arbeit ist der Antrag für die Förderung für die Brücke an der Langendonker Mühle. In Aussicht gestellt wird eine 95-prozentige Förderung. In erster Linie sollen die Brücken für den Fahrradverkehr verbreitert werden. Man saniere die Brücken aber nicht nur, weil eine Förderung möglich ist, sondern weil ein tatsächlicher Bedarf besteht, teilte die Gemeinde mit.

Unterstützung bekommt das Bauamt in dieser Hinsicht von Ahmad Ramiz Rahimi. Der Bauingenieur war vor rund einem Jahr mit seiner Familie aus Afghanistan geflüchtet.

(ure)