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Aqua Sol: Mit dem Neubau des Kempener Hallenbades soll zügig begonnen werden.

Kempen : Aqua Sol: Der Umbau soll am 9. Januar beginnen

Nachdem die Stadt Kempen aus dem Förderprogramm ausgestiegen ist, soll mit dem Neubau des Hallenbades nun zügig begonnen werden.

Vier Monate sind die Arbeiten bereits hinter dem ursprünglichen Zeitplan: Anfang September wurde der symbolische erste Spatenstich für den Neubau des Hallenbades im Kempener Sauna- und Badezentrum „Aqua Sol“ kurzfristig verschoben, weil sich für das rund 7,5 Millionen Euro teure Projekt plötzlich mögliche Fördermittel aus dem Bundesprogramm für Kultur, Jugend und Sport abzeichneten. Die Arbeiten wurden zurückgestellt, ein Antrag auf Förderung gestellt und abgewartet. Nachdem es wohl erst im Frühjahr 2019 Klarheit geben wird, ob es überhaupt Geld für den Badumbau geben wird, hat der Stadtrat am Dienstagabend beschlossen, aus dem Förderprogramm auszusteigen. Bei den Stadtwerken Kempen als Badbetreiber geht es nun an die europaweite Ausschreibung der Gewerke. Die Geschäftsleitung um Siegfried Ferling und Norbert Sandmann macht Druck.

Bereits am 9. Januar soll mit Vorarbeiten fürs neue Hallenbad begonnen werden. Die Tribüne am Sportbecken, in das das Hallenbad gebaut wird, soll dann abgerissen werden. Vier Monate liegt das Bauprojekt jetzt schon hinter dem Zeitplan. Und etwa 200.000 Euro, so schätzt Sandmann, wird es durch den Zeitverzug wohl teurer. Die Stadtwerke stehen auch deshalb unter Zeitdruck, weil der Investor, der auf dem Areal des bisherigen Hallenbades ein Hotel bauen möchte, auch an einer zügigen Umsetzung seines Plans interessiert ist. Wer der Investor, der in Norddeutschland ansässig sein soll, ist, darüber herrscht Stillschweigen. Klar ist aber, dass er mit solchen Hotelprojekten in Verbindung mit öffentlichen Schwimm- und Saunaanlagen bereits gute Erfahrungen hat. Er ist sehr stark am Standort Kempen interessiert. Wahrscheinlich wird der Hotelkomplex größer ausfallen als das bisherige Hallenbad. Konkrete Pläne gibt es aber laut Sandmann noch nicht. Lediglich das Blockheizkraftwerk muss erhalten bleiben. Und die Stadtwerke wollen die Technik, die sich im Keller des Hallenbades befindet, auch künftig nutzen. Deshalb würde das Hotel darüber entstehen.