Stadt Kempen: "Aqua Sol" erhöht seine Eintrittspreise

Stadt Kempen : "Aqua Sol" erhöht seine Eintrittspreise

Nach acht Jahren haben die Stadtwerke Kempen entschieden, den Eintritt für das Schwimmbad "Aqua Sol" teurer zu machen. Gründe seien unter anderem die gestiegenen Energiekosten und das verbesserte Angebot.

Acht Jahre lang waren die Eintrittspreise im Kempener Schwimmbad "Aqua Sol" stabil, zum 1. Oktober steigen sie. Das gaben gestern die Geschäftsführer Siegfried Ferling und Norbert Sandmann bekannt. Ein Erwachsener zahlt künftig 6,50 Euro für eine Tageskarte, momentan sind es noch fünf. Der Preis für Kinder steigt von drei auf vier Euro. Der Kurztarif (zwei Stunden) beträgt fünf statt vier Euro, das Frühschwimmen kostet vier statt drei Euro. Kinder bis zu 15 Jahren zahlen jeweils einen Euro weniger. Als Gründe für die Preisanpassung nannten Ferling und Sandmann die gestiegenen Betriebs- und Energiekosten, das deutlich verbesserte Angebot, die damit verbundenen erheblichen Investitionen und ebenfalls gestiegenen Kosten für das Personal. Im Vergleich mit anderen Bädern biete man jedoch nach wie vor günstige Konditionen.

Der erhöhte Eintrittspreis gelte auch für das Schulschwimmen und Vereine. In beiden Fällen rechnen die Stadtwerke mit der Stadt nach Stunden ab. "Das muss sich für uns rechnen, wir können nichts verschenken", betont Sandmann. Andererseits biete man Schulen und Vereinen auch eine Menge. Das Personal im Schwimmbad trachte beispielsweise danach, Lehrer in Sachen Erste Hilfe auszubilden, ihnen die Rettungswege und den Aufenthaltsort von medizinischem Material zu zeigen.

Trotz der gestiegenen Eintrittspreise sei es nicht zu ändern, das das Bad ein Zuschussgeschäft sei, sagte Ferling: "Daran ist auch in Zukunft nichts zu ändern." 268 000 Besucher kamen im vergangenen Jahr ins "Aqua Sol". Die Zahl sei sehr vom Sommer abhängig: "Haben wir einen richtig guten Sommer, ist das Freibad ein echter Selbstläufer" sagt Sandmann. So insgeheim träumt die Geschäftsführung davon, die 300 000-Marke zu knacken. Dafür müsse des Sommer aber schon ein ganz besonderer sein . . .

Mit Blick auf benachbarte Schwimmbäder weisen die Betreiber auf das überdurchschnittliche Angebot in Kempen hin. Der Eintrittspreis gelte für Frei -und Hallenbad und beinhalte zusätzlich die beiden Solebereiche drinnen und draußen. Ein Außenbecken (25 Meter) steht den Besuchern ganzjährig zur Verfügung. Wenn das flächenmäßig größte Freibad am Niederrhein Sonntagabend letztmals in diesem Jahr die Tore schließt, wird es vom Ganzjahresbecken abgetrennt. Dort stehen den Schwimmern (für den Fall des Falles) Sonnenliegen zur Verfügung, LED-Beleuchtung sorgt für ein ganz besonderes Badegefühl bei Dunkelheit.

(RP)