Stadt Kempen: Anwohner kritisieren Standort für Heizkraftwerk

Stadt Kempen: Anwohner kritisieren Standort für Heizkraftwerk

Mit Blick auf die große Nachfrage nach Baugrundstücken im Kempener Stadtgebiet soll es in nächster Zukunft weitere neue Baugebietes geben. In St. Hubert wird in diesem Jahr mit der Erschließung der Flächen im Neubaugebiet "An der Mühle" begonnen, in Tönisberg soll es ein Baugebiet im Bereich Bergstraße/Feldweg geben. Darüber hinaus laufen die Planungen für das große Baugebiet im Kempener Westen weiter. Dazu wird es - wie im vergangenen Jahr - wieder Workshops geben, an denen sich interessierte Bürger beteiligen können.

Mit Blick auf das Neubaugebiet "An der Mühle" in St. Hubert - es ist unter anderem Thema in der nächsten öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Planung und Klimaschutz am kommenden Montag, 5. Februar, ab 18 Uhr im Kempener Rathaus am Buttermarkt - regt sich seit Langem Widerstand bei den Anwohnern. Die Anlieger der Straße "Auf dem Zanger" befürchteten vor allem zu viel Verkehr von Baufahrzeugen während der über mehrere Jahre laufenden Bauphase. Den Lkw-Verkehr will die Stadt daher weitgehend über eine provisorische Baustraße von der Aldekerker Straße aus abwickeln.

Anwohner des Wirtschaftsweges "An der Mühle" kritisieren, dass zwischen dem Pielenhof und ihren Häusern das geplante Blockheizkraftwerk der Stadtwerke Kempen für das Baugebiet entstehen soll. Das Kraftwerk soll das Neubaugebiet mit Heizenergie versorgen. Dabei soll in einem in Kempen erstmals praktizierten Verfahren neben Erdgas auch Sonnenenergie genutzt werden. An dem Kraftwerk ist ein so genanntes Solarfeld vorgesehen.

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Einer der unmittelbar betroffenen Anwohner ist Chlodwig Hardt. Er kritisiert, dass die Stadt entgegen ursprünglicher Pläne das Heizkraftwerk nun direkt neben sein Wohnhaus platzieren will. Das hält er unter anderem wegen den permanenten Schallpegels für gesundheitsschädlich. Er spricht sich dafür aus, das Heizkraftwerk am westlichen Ende des Baugebietes zu errichten. Da war der Standort in ersten Plänen auch eingezeichnet. Die Stadtverwaltung habe auf seine Eingaben bisher überhaupt nicht reagiert. Auch das kritisiert Hardt. Er hofft, dass die Politik seine Einwände ernst nimmt und umgeplant wird.

(rei)