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Anwohner der Oedter Straße verärgert über Stadt

Bürgerinitiative : Oedter Straße: Anwohner verärgert über Stadt

Die Bürgerinitiative „Lärmschutz K 12“ in Kempen ist enttäuscht, dass die Stadt Tempo 30 für ihren Straßenzug ablehnt. Es geht um Oedter Straße, Birken- und Berliner Allee. Die Verwaltung hatte eine Forderung des Ordnungsausschusses abgelehnt.

Die Anwohner von Oedter Straße, Birken- und Berliner Allee sind maßlos enttäuscht und stocksauer: Nachdem es im November vergangenen Jahres sowohl vom zuständigen Beigeordneten Jörg Geulmann als auch aus der Politik positive Signale gegeben hatte, dass auf dem Straßenzug im Kempener Südwesten Tempo 30 eingeführt werden könnte, hat die Verwaltung dies vor einigen Wochen kategorisch abgelehnt. Diskutiert wurde das öffentlich noch nicht, weil mit Einbruch der Corona-Pandemie die für Ende März geplante Sitzung des zuständigen Ordnungsausschusses des Kempener Stadtrates nicht hat stattfinden können.

Gleichwohl war zu diesem Zeitpunkt die Beratungsvorlage der Verwaltung für die geplante Sitzung bereits bekannt. Und wie berichtet, lehnt die Verwaltung eine Umsetzung von Tempo 30 auf diesem Straßenzug ab. Die Belastung auf der Kreisstraße 12 sei nicht so hoch, dass Tempo 30 gerechtfertigt sei. Das Ordnungsamt kann keine besondere Gefahrenlage erkennen. Die Stadt will zudem verhindern, dass sich der Verkehr auf andere Straßen verlagert. Indes: Nach einer ersten Verkehrszählung hatte die Stadt ermittelt, dass zumindest der Lkw-Verkehr auf dem Straßenzug eine deutliche Belastung darstellt. Eine zweite Verkehrszählung sollte dieses Ergebnis untermauern. Sie fand aber bislang nicht statt.

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Was die Anwohner-Initiative nun in einem Schreiben an die Ratsmitglieder vor allem kritisiert, ist die Tatsache, dass sich die Stadtverwaltung über den Beschluss der Politik vom November 2019 hinwegsetzt. Denn dort sei die Stadt einstimmig von allen politischen Parteien beauftragt worden, „Tempo 30 in unserem Straßenzug anzuordnen“, so Peter Harder, Sprecher der Initiative, in dem Schreiben an die Politiker. Dass es zu unerwünschten Verkehrsverlagerungen kommen könnte, sehen die Anwohner für ihre Straßen nicht: „Diese Gefahr besteht nicht. Für den Großteil des Straßenzugs gibt es keine untergeordneten Straßen, auf die der Verkehr ausweichen könnte“, so Harder und seine Sprecherkollegen Ansgar Reichmann und Gisela Ditzen weiter. Zudem: Theoretische Schleichwege verlängerten die Fahrzeit und würden deshalb nicht genutzt.

„Unser Straßenzug ist als Abkürzung für den übergeordneten Außenring äußerst attraktiv“, betont die Initiative. Die Fahrt über den Straßenzug sei kürzer und schneller als über den Ring. Zudem sparten Lkw die auf dem Außenring (Bundesstraße 509) fällige Maut. „Diese Fehlplanung muss endlich beseitigt werden“, fordert die Bürgerinitiative Lärmschutz K 12 in ihrem Schreiben an den Stadtrat.

Kommentar: Anwohner sind zu Recht verärgert