1. NRW
  2. Städte
  3. Kempen

Stadt Kempen: Anton-Günther Bielefeld: Kempen ist mit Bahn und Bussen gut vernetzt

Stadt Kempen : Anton-Günther Bielefeld: Kempen ist mit Bahn und Bussen gut vernetzt

Der Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Kreis Viersen erläuterte im Planungsausschuss, was im Öffentlichen Personen-Nahverkehr machbar ist.

Anton-Günther Bielefeld ist ein erfahrener Verwaltungsmann, der weiß, wie er die Wünsche und Erwartungen von Kommunalpolitikern einzuordnen hat. Der frühere Kämmerer und Sozialdezernent des Kreises Viersen ist auch Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Kreis Viersen (VKV). Die ist für die Sicherstellung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Kreisgebiet zuständig. Bielefeld berichtete am Montagabend im Ausschuss für Umwelt, Planung und Klimaschutz ausführlich über die Rolle der VKV. Sie betreibt selbst keine Buslinien, koordiniert aber den Linienverkehr aus Straße und Schiene. Bielefeld lebt in Kempen, kennt die örtlichen Gegebenheiten sehr gut und konnte daher auch einen entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion zur Verbesserung des ÖPNV in der Thomasstadt bewerten.

Derzeit steuern elf Buslinien und der Regionalexpress RE 10 die Thomasstadt an. Die Busse verkehren in der Regel im 60-Minuten-Takt, in Spitzenzeiten am Morgen und am Nachmittag auch im 30-Minuten-Takt. Vor allem für Schüler werden größere Buseinheiten in den Morgenstunden und zur Mittagszeit eingesetzt. Die Verknüpfung zum Umland sei gut, meinte Bielefeld. Auf allen Buslinien kommen pro Jahr 570 000 Kilometer zusammen. Die Stadt Kempen zahlt für dieses Angebot über eine Umlage jährlich 570 000 Euro an die VKV.

  • Stadt Kempen : RE 10: Erneut Ärger mit der Nordwestbahn
  • Kommentar : Reisende schneller informieren
  • Stadt Kempen : RE10: Die Pannenserie reißt nicht ab

Dafür, so VKV-Geschäftsführer Bielefeld, sei Kempen beim ÖPNV durchaus gut vernetzt. Wenn es dennoch Verbesserungswünsche gebe, wie sie etwa von der SPD in ihrem Antrag vorgetragen wurden, dann müsste die Stadt dafür entsprechend mehr Geld bezahlen. Eine Taktverdichtung, wie von der SPD gefordert, müsse mit Mehrkosten von einigen hunderttausend Euro berechnet werden. Überörtliche Verbesserungen des Angebotes müssten zudem von den betroffenen Nachbarkommunen Kempens mitfinanziert werden, so Bielefeld.

Der VKV-Geschäftsführer kündigte an, dass ab 2015 ein neuer Nahverkehrsplan für den Kreis erarbeitet werde. Der könnte bis 2019 beschlossen werden. Hintergrund ist unter anderem, dass die ÖPNV-Leistungen ab 2020 europaweit ausgeschrieben werden müssen.

Auf die Situation auf der Bahnstrecke RE 10 ("Niersexpress") hat die VKV keinen Einfluss, dass sei Sache des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und des Betreibers Nordwestbahn. Bürgermeister Volker Rübo kündigte an, dass das geplante Bürgergespräch mit Vertretern von VRR und Nordwestbahn sowie der Deutschen Bahn am Mittwoch, 23. Oktober, im Sitzungssaal des Kempener Rathauses am Buttermarkt stattfinden soll. Dazu hätte der Vorstandssprecher des VRR, Martin Husmann, bereits zugesagt. Auch ein Mitglied der Geschäftsführung der Nordwestbahn werde kommen. Mit der Deutschen Bahn sei man noch im Gespräch, ob auch sie einen Vertreter schickt.

(RP)