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Anleitung für die Bundestagswahl 2021 im Kreis Viersen

Bundestagswahl 2021 im Kreis Viersen : Die Anleitung zur Bundestagswahl

Am Sonntag sind die Wahllokale ab 8 Uhr geöffnet. Wer wählen darf, wer zu wählen ist, welche Corona-Regeln gelten und was man tun kann, wenn man seine Wahlbenachrichtigung nicht mehr findet: Das müssen Sie wissen.

Am Sonntag, 26. September, sind 227.166 Bürger aus dem Kreis Viersen aufgerufen, bei der Bundestagswahl ihre Stimme abzugeben. Viele Wahlberechtigte haben sich schon im Vorfeld entschieden, ihre Stimme per Briefwahl abzugeben. Wer das noch nicht getan hat, erfährt hier, wie die Wahl funktioniert.

Wer darf wählen? Wählen dürfen alle Deutschen, die am Wahltag mindestens 18 Jahre alt sind und mindestens drei Monate vor der Wahl einen Wohnsitz in Deutschland haben. Für Deutsche, die immer im Ausland leben, gibt es besondere Regeln. Seit 2019 dürfen auch alle Menschen mit Behinderungen wählen, auch wenn sie zum Beispiel in allen Angelegenheiten eine Betreuung haben.

Wie viele Stimmen hat jeder Wähler? Jeder Wähler hat eine Erst- und eine Zweitstimme. Mit der Erststimme wählen die Wähler eine Person aus ihrem Wahlkreis. Die Person, die in einem Wahlkreis die meisten Stimmen erhält, wird Abgeordneter im Bundestag. Weil diese Person direkt gewählt wird, nennt man sie auch Direktkandidat. Mit der Zweitstimme entscheiden die Wähler, wie viele Sitze eine Partei im Bundestag bekommt.

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Wann wird gewählt? Die Wahllokale öffnen am Sonntag um 8 Uhr und schließen um 18 Uhr. Danach zählen Wahlhelfer die Stimmen aus.

Wo kann ich wählen? Die Adresse des Wahllokals steht auf der Wahlbenachrichtigung, die jeder Wahlberechtigte bekommen hat. In Willich gibt es insgesamt 24 Wahllokale, in Kempen 23, in Tönisvorst 19 und in Grefrath acht.

Was muss ich mitnehmen? Wer wählen möchte, muss Personalausweis oder Reisepass mitnehmen, um sich ausweisen zu können. Die Wahlbenachrichtigung allein genügt nicht.

Und wenn ich meine Wahlbenachrichtigung nicht mehr finde? Wer die Wahlbenachrichtigung verloren hat, darf trotzdem wählen. Er muss aber Personalausweis oder Reisepass mitnehmen.

Welche Corona-Regeln gelten? Für die Bundestagswahl gilt die 3G-Regel nicht, Wähler müssen also im Wahllokal nicht nachweisen, dass sie geimpft, getestet oder genesen sind. Sie müssen allerdings im Wahllokal (und auch draußen in der Warteschlange) eine medizinische Maske tragen und einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Wählern einhalten. Die Wahllokale werden am Wahltag regelmäßig gelüftet, Stifte werden desinfiziert. Wähler können auch eigene Stifte mitbringen, um ihre Kreuzchen zu machen.

Welche Direktkandidaten treten an? Der Kreiswahlausschuss hat neun Kreiswahlvorschläge für die Bundestagswahl zugelassen: Martin Plum (CDU), Udo Schiefner (SPD), Rene Heesen (Grüne), Eric Scheuerle (FDP), Britta Pietsch (Die Linke), Kay Gottschalk (AfD), Marion Weißkopf (Die Partei), Georg Alsdorf (Freie Wähler) und Nathalie Frohn (Die Basis).

Welche Parteien stehen auf dem Wahlzettel? 27 Parteien stellen sich mit ihren Landeslisten zur Wahl.

Was, wenn ich aus gesundheitlichen Gründen am Sonntag nicht wählen gehen kann? Wer am Sonntag erkrankt oder corona-bedingt in Quarantäne muss, kann Briefwahl beantragen. Das geht auch per E-Mail, aber nicht telefonisch. Er kann die Unterlagen in der Wahldienststelle seiner Kommune von einer anderen Person abholen lassen. Die braucht eine schriftliche Vollmacht des Wahlberechtigten mit Unterschrift und Attest. Wähler, die in Quarantäne müssen und noch keinen schriftlichen Nachweis darüber haben, können dies schriftlich erklären und der bevollmächtigten Person mitgeben. Die Unterlagen mit Stimmzettel müssen vom Wahlberechtigten selbst ausgefüllt werden.

Wird es einen Briefwahl-Rekord geben? Danach sieht es aus. In Willich beispielsweise gibt es die Rekordzahl von fast 16.700 Briefwählern bei 38.641 Wahlberechtigten, in Kempen hatten bis Montag von 27.282 Wahlberechtigten insgesamt 11.216 eine Briefwahl beantragt. Ausgezählt werden die Stimmen aller Wähler ab 18 Uhr.