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Kempen: Anhänger steht Niers-Express im Weg

Kempen : Anhänger steht Niers-Express im Weg

Der Niers-Express RE 10 hat Freitag kurz nach 11 Uhr auf der Bahnstrecke hinter Haus Bockdorf in Unterweiden einen Anhänger, beladen mit einer Häckselmaschine, gerammt und auf die Seite geschleudert.

Es entstand nur Sachschaden, verletzt wurde niemand. Nachdem der Triebzug 150 Meter weiter zum Stillstand gekommen war, konnten die Passagiere den Zug, der aus Krefeld in Richtung Kempen-Kleve unterwegs war, verlassen. Sie gingen über einen Wirtschaftsweg zum Krefelder Weg, wo sie mit Bus und Taxis zum Bahnhof gebracht wurden. Laut Polizei hatte die Deutsche Bahn eine Firma beauftragt, an der Strecke Hecken zu schneiden.

Die Arbeiter waren mit einem Kleintransporter samt Anhänger unterwegs, auf dem ein Häcksler fest gezurrt war. Sie setzten das Gespann an einem nur mit Lichtzeichen gesicherten Bahnübergang zu weit zurück, so dass der Hänger in den Gleisraum ragte. Dort rammte ihn der mit 120 km/h herannahende Regioexpress der Nordwestbahn (NWB) aus Krefeld. Der Triebwagenführer sah das Rangieren schon von weitem, machte noch eine Schnellbremsung und ging dann in den Passagierraum in Sicherheit.

Die Strecke wurde bis 13.39 Uhr gesperrt, sagte Timo Kerßenfischer von der NWB. Die Reisenden mussten den Zug verlassen. Während der Sperrung fuhren Busse von Krefeld nach Kempen, von dort ging es mit dem Zug weiter Richtung Kleve. Und umgekehrt. Der beschädigte Triebzug konnte nach einer Reparatur vor Ort selbst mit höchstens 45 km/h weiterfahren