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Angebot für Familien in Kempen-Tönisberg soll besser werden

Befragung geplant : Angebot für Familien in Tönisberg soll besser werden

Die Kita-Entwicklung und ein Ausbau am Helmeskamp in Tönisberg werden Thema im Jugendhilfeausschuss er Stadt Kempen, der am Montag tagen wird.

Wenn es nach den Grünen und der CDU in Kempen geht, soll das Angebot für Kinder, Jugendliche und Familien in Tönisberg ausgebaut werden. Zwei Anträge dazu stehen auf der Tagesordnung für die nächste Sitzung des Jugendhilfeausschusses, der am Montag, 31. Mai, 18 Uhr, im Forum in St. Hubert zusammenkommt.

So hatten die Grünen beantragt zu prüfen, ob für Tönisberg ab August 2023 eine Neukonzeptionierung umsetzbar ist, die einen Campus als Gesamtanlage aus Grundschule, Kita, Offenem Ganztag (OGS) und Jugendfreizeitheim darstellt. Die Trägerschaft solle bei der Stadt liegen. In ihrer Begründung verweisen die Grünen auf die Finanzierung der Kitaplätze: So übernimmt das Bistum Münster, zu dem Tönisberg gehört, nur für einen Teil der Kita-Plätze den Trägeranteil. Das Bistum rechnet pro 60 Katholiken mit Hauptwohnsitz in Tönisberg mit einem Kita-Platz – was für die Kita bedeutet, dass das Bistum für 23,5 von 62 Plätzen derzeit den vollen Trägeranteil zahlt. Den Rest übernimmt die Stadt.

Das soll nach dem Beschlussvorschlag der Verwaltung auch so bleiben, eine Alternative sieht die Stadt nicht: Die Kita-Plätze werden dringend benötigt. Es sei günstiger, den Trägeranteil für diese Plätze zu übernehmen, als die Plätze in Eigenregie zu schaffen und zu betreiben. Zudem hat die Stadt für die Erweiterung der Kita um eine dritte Gruppe Fördermittel erhalten, die sie sonst anteilig zurückzahlen müsste. Deshalb schlägt die Verwaltung dem Jugendhilfeausschuss vor, zu beschließen, dass die Stadt die Trägeranteile für die Kita weiterhin übernimmt. Außerdem wolle die Verwaltung prüfen, inwieweit das Gelände Helmeskamp/ Erprathsweg mit seinen städtischen Einrichtungen gestalterisch optimiert und in der Nutzung ausgebaut werden kann. Dabei sollen die tatsächlichen Bedarfe der Bevölkerung berücksichtigt werden.

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In eine ähnliche Richtung stößt der Antrag der CDU: Sie bittet zu prüfen, wie Kita, Grundschule, OGS und Jugendfreizeitheim ausgebaut werden müssen. Dazu möchte die CDU auch die Bedarfe der Bevölkerung ermitteln und Angebote der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe einplanen. Die Verwaltung schlägt vor, für Tönisberg eine entsprechende Analyse zu machen, die Bedarfe der Bewohner per Fragebogen zu ermitteln und dann eine Ausbau- und Gestaltungsplanung für Tönisberg zu entwickeln.