Stadt Kempen: Altenheim: Umbau soll bald beginnen

Stadt Kempen: Altenheim: Umbau soll bald beginnen

Bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins der Kempener Hospital-Stiftung stellte Interimsgeschäftsführer Jürgen Brockmeyer die Pläne für die Erweiterung des Von-Broichhausen-Stiftes vor. Die Arbeiten müssen bald starten.

Jürgen Brockmeyer ist ein erfahrener Manager, und er lässt sich nicht so leicht in die Karten schauen. Seit Mitte 2015 lenkt Brockmeyer, der vom Kölner Beratungsunternehmen Terranus nach Kempen entsandt worden ist, die Geschicke der beiden Altenheime Von-Broichhausen-Stift und St.-Peter-Stift. Sie befinden sich in der Trägerschaft der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist. Am Donnerstagabend berichtete Brockmeyer bei der Mitgliederversammlung des Vereins der Freund und Förderer der Hospital-Stiftung die anstehenden Umbaumaßnahmen im Von-Broichhausen-Stift.

Bis Mitte kommenden Jahres müssen viele Altenheimbetreiber in Nordrhein-Westfalen ihre Häuser umbauen. Eine gesetzliche Regelung sieht vor, dass die Seniorenzentren über 80 Prozent Einzelzimmer verfügen. Bislang gibt es im Von-Broichhausen-Stift aber hauptsächlich Doppelzimmer.

Noch gebe es Gespräche mit den zuständigen Behörden, erklärte Brockmeyer am Donnerstagabend. Aber der kommissarische Heimleiter ist zuversichtlich, die Zeitpläne möglichst einhalten zu können. Auf einen Fertigstellungstermin wollte er sich aber nicht festlegen, denn er ließ ihn bei seinen Ausführungen offen. Allerdings sei jetzt endlich, was die Ausstattung angeht, ein Einvernehmen zwischen dem zuständigen NRW-Ministerium und dem Kreis Viersen als Heimaufsicht erzielt worden. Nun könne die abschließende Zustimmung der Gremien eingeholt und der Bauantrag gestellt werden, so Brockmeyer. Ob der Stichtagstermin 1. August 2018 eingehalten werden kann, hängt vor allem davon ab, ob die Bauarbeiten bald beginnen können. Hinzukommt, dass immer mit gewissen Unwägbarkeiten eines Umbaus im Bestand gerechnet werden muss. Immerhin stammt der jetzige Bau aus den 1960er-Jahren. Er wurde bereits mehrfach umgebaut und den Erfordernissen moderner Seniorenarbeit angepasst.

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Zur Erinnerung: Bereits seit Jahren gibt es Pläne für einen Umbau. Schon unter den Verwaltungsleitern Ralf Barian und Alexander Nolte wurden Überlegungen angestellt, wie man das Raumproblem lösen könne. Bekanntlich war zunächst das Gelände der ehemaligen Tankstelle am Heyerdrink - in der Nachbarschaft des Von-Broichhausen-Stifts - als Platz für einen Ergänzungsneubau angedacht. Dann wurde der Parkplatz des Krankenhauses an der Berliner Allee ins Gespräch gebracht. Dazu präsentierte Geschäftsführer Nolte bereits erste Entwürfe eines Neubaus. Doch nach Noltes Abgang verschwanden diese Pläne in der Schublade.

Interimsgeschäftsführer Brockmeyer wurde vom Kuratorium der Stiftung stattdessen beauftragt, eine Lösung am Standort selbst zu erarbeiten. Im Sommer vorigen Jahres stimmte das Kuratorium - ihm stehen Bürgermeister Volker Rübo und Propst Dr. Thomas Eicker vor - den Plänen zu. Allerdings mussten die damals noch mit dem Landschaftsverband Rheinland und der Heimaufsicht beim Kreis abgestimmt werden. Seither hatte man nichts mehr über den Fortgang des Projektes erfahren.

(sr)
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