Stadt Kempen: Alles dreht sich um den Notenbaum

Stadt Kempen : Alles dreht sich um den Notenbaum

Beim Kinderchor St. Mariae Geburt Kempen steigt die Aufregung. Am 26. Mai führen die Kinder, unterstützt vom Jugendchor, das Musical "Der Notenbaum" auf. Ein Jahr lang haben die Teilnehmer geprobt.

Die letzten Töne verklingen im großen Gemeinschaftsraum im Kempener Pfarrheim Christ König. Die Augen der 14 jungen Sängerinnen und Sänger blicken erwartungsvoll zu Ralph Hövel am Klavier. "Das war sehr gut", lobt der Kirchenmusiker der Kirchengemeinde St. Mariae Geburt Kempen. Doch Ausruhen auf dem Lob ist nicht gegeben. Hövel blättert durch die Noten, die vor ihm am Klavier stehen. "Als nächstes singen wir den Notenbaum", ordnet er an und greift in die Tasten. Die Mädchen und Jungen teilen sich vor dem Klavier in zwei Chöre auf und das singende Gespräch um den Notenbaum beginnt.

Genau dieser Baum ist es auch, um den sich im neuen Musical des Kinderchores alles dreht. "Der Notenbaum" heißt das Kindermusical von Wolfram Eicke und Dieter Faber, für das seit rund einem Jahr geprobt wird. Wobei die Proben seit Weihnachten ganz intensiv laufen. Denn für die jungen Darsteller und Sänger gibt es einiges zu tun. Neben den Auftritten als Chor spielt ein jeder auch noch eine Rolle in dem Stück. Das heißt musikalisch fit sein, aber auch jede Menge Text lernen. "Meine Lieblingsszene ist die, wo ich einmal keinen Auftritt habe", meint Lena lachend. Die 13-Jährige spielt den Komponisten und damit eine der Hauptrollen. Wenn bei ihr daheim derzeit Musik läuft, so sind das fast immer die 19 Lieder des Musicals. Das wiederholte Hören der Stücke helfe, die einzelnen Lieder weiter zu verinnerlichen, meint Lena. Textlich hat Valentin, der in die Rolle des Ohrwurms schlüpft, nicht nur seinen eigenen Text auswendig gelernt, sondern die Texte seiner Mitwirkenden gleich mit. "Wenn man die Texte immer wieder hört, bleiben sie einfach hängen. Und so weiß ich zudem genau, wann ich dran bin. Im Notfall könnte ich den anderen sogar mit ihrem Text helfen", sagt der Elfjährige.

Auch bei dem achtjährigen Laurenz, der den Gnom spielt, sind die vielen Textpassagen fest im Kopf verankert. "Die vielen Proben merkt man schon", meint Laurenz.

Mia dagegen ist froh, dass sie als Wissenschaftlerin nur eine kurze Textpassage hat. "Dafür trete ich aber nicht nur als Wissenschaftlerin auf, sondern gleich noch einmal als Rocksängerin", verrät die Achtjährige. Den Part findet sie dabei gar nicht so einfach. Auf der Plastikgitarre zu spielen und rockig auszusehen, sei nicht leicht, lautet ihre Meinung.

In einem sind sich aber alle Teilnehmer einig: Die Proben machen viel Spaß und alle Akteure freuen sich bereits sehr auf die Aufführung. Bei der wird aber nicht nur der Kinderchor zu hören und zu sehen sein, sondern auch der Jugendchor der Kirchengemeinde St. Mariae Geburt. "Zehn Mädchen aus dem großen Chor unterstützen die jüngeren Stimmen gesanglich", erklärt Hövel, der schon das nächste Lied angestimmt hat.

(tref)
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