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Stadt Kempen: AKH Viersen klagt gegen Neurologie-Standort Kempen

Stadt Kempen : AKH Viersen klagt gegen Neurologie-Standort Kempen

Das Viersener Krankenhaus zieht vor Gericht, um die Entscheidung fürs Kempener Hospital prüfen zu lassen.

Die Entscheidung des NRW-Gesundheitsministeriums und der Bezirksregierung Düsseldorf, die neue Neurologie am Hospital zum Heiligen Geist in Kempen anzusiedeln, stößt beim Mitbewerber, dem Allgemeinen Krankenhaus (AKH) Viersen, auf Kritik. Das AKH will die Standortwahl gerichtlich prüfen lassen. Wie berichtet, haben Ministerium und Bezirksregierung Kempen den Zuschlag für eine neue Fachabteilung Neurologie gegeben.

Zu den Mitbewerbern im Kreis Viersen gehörte auch das AKH Viersen. Und das hat jetzt vor dem Verwaltungsgericht in Düsseldorf Widerspruch eingelegt. "Wir wollen den Beschluss inhaltlich prüfen lassen", erklärt AKH-Geschäftsführer Kim-Holger Kreft. Allerdings: Die Klage hat keine aufschiebende Wirkung. Die Artemed-Gruppe, die das Kempener Haus seit Anfang 2012 führt, kann also weiter planen.

Das AKH Viersen hatte sich ebenfalls um die neurologische Fachabteilung mit 40 Betten und fünf Stroke-Unit-Betten beworben. "Dem lag auch eine mehrjährige Erfahrung im AKH in der Behandlung von neurologischen und Schlaganfallpatienten zugrunde, dabei wurde auch Telemedizin mit direktem Facharztzugriff genutzt" so Kreft. Das AKH habe ein ausführliches Konzept bei der Behörde eingereicht. Als Begründung, warum die Neurologie nach Kempen geht, wurde laut Kreft beim AKH darauf abgestellt, dass Viersen zu nahe an Mönchengladbach liege und dass dort ja bereits eine Neurologie existiere.

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Gegen diese Argumentation wehrt sich das Viersener Haus: "Letztlich wurde diese Entscheidung aus geografischen Gründen und nicht aus inhaltlichen Gründen getroffen", so der AKH-Geschäftsführer. Im Falle von Kempen gebe es die räumliche Nähe zu den Krefelder Kliniken. "Deshalb haben wir Widerspruch/Klage eingelegt, da es in der Argumentation aus unserer Sicht auf das medizinische Konzept und nicht primär auf die geografische Lage ankommen sollte", so Kreft.

(busch)