Kreis Viersen: Abstimmung über Zentrum für Integration vertagt

Kreis Viersen: Abstimmung über Zentrum für Integration vertagt

Das "Ja" zum Kommunalen Integrationszentrum für den Kreis Viersen kommt später als geplant - voraussichtlich am kommenden Donnerstag, 15. September, im Kreisausschuss. Die Mehrheit fürs Integrationszentrum im Kreissozialausschuss war im Vorfeld klar, die Kreisverwaltung hatte sich in ihrer Vorlage für Sitzung des Ausschusses ebenfalls für die Einrichtung des Integrationszentrums ausgesprochen. Dabei will die Kreisverwaltung eine Landesförderung in Höhe von 170.000 Euro nutzen, sie selbst muss noch 230.000 Euro plus einmal 100.000 Euro Sachkosten aufbringen. Dabei stellt das Land zwei Pädagogen, der Kreis schafft 3,5 Stellen im sozialpädagogischen Bereich und in der Verwaltung.

Dass der Ausschuss nicht abstimmte, lag an einem Antrag der FDP auf Vertagung. Mit der Mehrheit von einer Stimme kam er durch. Die Viersenerin Martina Maaßen, Sprecherin der Grünen im Ausschuss, war empört. Sie wollte eine Abstimmung im Ausschuss, ein Appell ihres Parteikollegen Jeyaratnam Caniceus aus Kempen blieb wirkungslos. Auch die Kreistagsfraktion der SPD wollte eine Abstimmung im Ausschuss.

In den vergangenen vier Jahren war ein Kommunales Integrationszentrum immer wieder abgelehnt worden - auch die Bürgermeister im Kreis waren dagegen. Peter Fischer erklärte für die Kreis-CDU die Meinungsänderung: "Die Situation ist jetzt eine andere." Birgit Koenen beantragte für die FDP eine Vertagung, da ihre Fraktion nach den Ferien noch nicht getagt habe - ein Wunsch, den die CDU-Kollegen im Ausschuss nachvollziehen konnten.

(busch)