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45 Corona-Fälle im Altenzentrum in Oedt

Infizierte waren geimpft : 45 Corona-Fälle im Altenzentrum in Oedt

Nach Erkenntnissen des Kreises Viersen soll eine ungeimpfte Person das Virus in die Einrichtung gebracht haben. Zwei Erkrankte sind derzeit im Krankenhaus, aber nicht auf einer Intensivstation.

Im evangelischen Altenzentrum in Grefrath-Oedt sind aktuell 45 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Zehn neue Fälle wurden dem Kreis Viersen am Mittwoch bekannt. Unter den Infizierten sind 27 Bewohner der Senioreneinrichtung. Insgesamt verfügt das Haus über 119 Plätze, von denen aktuell 111 belegt sind. Bei den übrigen 18 Infizierten handelt es sich um Mitarbeiter des Hauses.

Wie der Kreis Viersen auf Anfrage mitteilte, waren alle aktuell infizierten Personen geimpft. Ob sie auch schon eine Booster-Impfung bekommen haben, konnte der Kreis am Mittwoch nicht sagen. Zwei Erkrankte sind derzeit im Krankenhaus, aber nicht auf einer Intensivstation. Die übrigen Infizierten zeigten laut Kreis einen leichten bis mittelschweren Verlauf mit Erkältungssymptomen oder hätten gar keine Symptome. Laut Kreis gab es auch einen Todesfall: Dabei handelte es sich um eine 93-jährige Person, die Bewohner des Hauses und nicht geimpft gewesen sei.

Seit Tagen meldet der Kreis Viersen fast täglich neue Corona-Fälle aus dem Oedter Altenzentrum. Den ersten Fall registrierte der Kreis Viersen am 20. November nach einem positiven PCR-Test. „Es handelt sich um eine ungeimpfte Person, welche nach unseren Erkenntnissen das Virus in die Einrichtung eingetragen hat“, teilte Kreissprecher Daniel Schnock mit. Dabei habe es sich nicht um einen Mitarbeiter gehandelt. Nach Rücksprache mit der Leitung des Altenzentrums habe man daraufhin am 22. November eine PCR-Testung des gesamten Hauses, mit allen Bewohnern und Mitarbeitern, durch das Gesundheitsamt veranlasst. „Diese Reaktion auf einen möglichen Ausbruch in einer Einrichtung mit vulnerablen Menschen ist im Kreis Viersen ein bewährtes Mittel, um so schnell wie möglich das Ausbruchsgeschehen sichtbar zu machen und in direkter Folge einzudämmen“, so Schnock.

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Nach der Auswertung der Testergebnisse, die zwischen dem 23. und dem 24. November beim Gesundheitsamt eingingen, sei ersichtlich geworden, wie die aktuelle Situation aussah. Am 24. November sei eine Begehung des Gesundheitsamtes in der Einrichtung angemeldet worden, eine Amtsärztin und ein Hygienekontrolleur hätten vor Ort und in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Altenzentrums die Ansteckungen nachvollzogen „und mit Hinweisen und Hilfestellungen geholfen, das Infektionsgeschehen einzudämmen“. Dazu sollen in den kommenden Wochen erneut Reihentestungen im Altenzentrum durchgeführt werden, um mögliche weitere Infektionen aufzuklären und engmaschig zu kontrollieren.