3,6 Millionen Euro fließen unter anderem in die in die Jahre gekommende Lehrschwimmmhalle in Grefrath

Grefrath : Die Gemeindewerke investieren kräftig

3,6 Millionen Euro fließen unter anderem in die in die Jahre gekommene Lehrschwimmmhalle. Genaue Pläne sollen demnächst vorliegen. Weitere Mittel sind für Leitungen vorgesehen, die veraltet sind und neu verlegt werden müssen.

„Das wird ein gewaltiger Kraftakt, den größten, den wir in den vergangenen Jahren bewältigen müssen“, sagte am Dienstag Erik Ix, Geschäftsführer der Gemeindewerke Grefrath. Er gab die jüngst gefassten Beschlüsse des 14-köpfigen Aufsichtsrates bekannt. Danach werden die Gemeindewerke im nächsten Jahr rund 3,6 Millionen (davon etwa eine Million für den Unterhaltungsaufwand) investieren.

Das Geld ist nicht nur dafür bestimmt, Versorgungsnetze zu erneuern beziehungsweise grundlegend zu sanieren. Es geht auch um eine entscheidende Verbesserung der schon längst in die Jahre gekommenen Lehrschwimmhalle im Hallenbad. 2019 will man für die Planungskosten eines Um- oder Neubaus schon einmal 200.000 Euro ausgeben.

Bislang haben die Gemeindewerke rund 2,9 Millionen in die Sanierung des Hallenbades gesteckt. Jetzt dürften in den Jahren 2020 und 2021 noch mal neben den Planungskosten rund zwei bis 2,5 Millionen Euro für die neue Halle dazukommen. Vor allem soll dadurch die Grundversorgung für die Schulen und Vereine verbessert werden, zumal es seit langem – beispielsweise bei der DLRG – lange Wartelisten für Kinder gibt, die das Schwimmen erlernen möchten. Aber auch spezielle Aqua-Kurse werden immer mal wieder gewünscht.

Bei den Gemeindewerken hat sich mittlerweile eine Projektgruppe gebildet, die den letzten Abschnitt der Sanierung begleitet. Sie wird bald dem dann zuständigen Planungsbüro ein erstes Konzeptionspapier an die Hand geben.

„Wir wissen zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht, was die beste Lösung ist“, sagte Ix im Beisein einiger Ratsmitglieder, Fraktionsvorsitzenden und Aufsichtsratsmitglieder, so Hans Joachim Monhof (SPD), Andreas Sonntag (Grüne) und Werner Mülders (FDP).

Ob das jetzige Bad mit dem völlig unzureichenden „Babybecken“ umgebaut wird oder ob ein kompletter Neubau an einer anderen Stelle entsteht, der das Hallenbad integriert, steht nicht fest. Ein Neubau, der noch planungsrechtlich geprüft werden muss, hätte den Vorteil, dass bis zu seiner Fertigstellung die nahezu 60 Jahre alte Lehrschwimmhalle weiter genutzt werden könne.

Ix sicherte zu, die bisherigen Nutzer bei der neuen Konzeption mit einzubeziehen. Es müsse sich, so ergänzte er, wirtschaftlich rechnen, von der Technik über die Ausstattung, ob Treppe, Hubboden oder mit separatem, kleinem Fliesenbecken bis hin zu den Personalkosten.

Fest stehe, dass dafür kein weiteres Aufsichtspersonal eingestellt werde und dass die Umkleiden und sanitären Einrichtungen des bereits sanierten Hallenbades dann mit genutzt werden sollen.

Die Zukunft des Freibades war am Dienstag kein großes Thema. „Dies ist Sache der Kommunalpolitik“, meinte Ix. Er setzt allerdings hinzu, dass mittelfristig und wegen des „fragilen Zustandes“ des Freibades eine Entscheidung herbeigeführt werden müsse.

Die Kommunalpolitiker, allen voran CDU, SPD und FDP, halten sich weiterhin in Bewertungen sehr bedeckt. Gleichwohl gab der strikte Freibad-Befürworter Bürgermeister Manfred Lommetz erneut zu verstehen, dass er ein Kombi-Bad an der Halle ablehne. Rein theoretisch ist aber nach dem Bau der neuen Lehrschwimmhalle eine Erweiterung nach draußen möglich.

Dickster Batzen der Investitionen der Gemeindewerke im nächsten Jahr ist mit fast 700.000 Euro der Bau einer neuen Gasmitteldruckleitung in Oedt. Dieser etwa 1,5 Kilometer lange Kabelstrang, durch den in erster Linie Engpässe behoben werden sollen, beinhaltet auch größtenteils neue Wasserleitungen, die ringförmig um Oedt, also nicht quer durch das Industriegebiet, von der Fabrikstraße bis zur St Töniser Straße geführt werden sollen. Im Frühjahr soll es damit losgehen.

Da die Gemeinde ohnehin in der Weststraße in Grefrath die Verlegung neuer Abwasserkanäle plant, sollen in dem etwa 400 Meter langen Bereich gleich auch neue Leitungen für Gas, Wasser und Strom gelegt werden.

Dort sind vor allem die Gasleitungen veraltet und teilweise undicht. Ein großer Posten ist mit fast 400.000 Euro der Einbau neuer Gasleitungen in die Mörtelsstraße, von Heide bis zur Dorfstraße, inklusive neuer Hausanschlüsse. Die Strecke ist 600 Meter lang.

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