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27 Schüler des Luise-von-Duesberg Gymnasiums Kempen machen bei „Jugend forscht“ mit

Luise-von-Duesberg-Gymnasium : „Jugend forscht“ im Endspurt

Am Luise-von-Duesberg-Gymnasium laufen die letzten Arbeiten für „Jugend forscht“. 27 Schüler von der Stufe sieben bis hin zur Oberstufe sind unter die Jungforscher gegangen und haben 15 Projekte auf die Beine gestellt.

„Kann man Widerstände in Reihe schalten?“, möchte Georg von Christian Reiners wissen. Der Biologie- und Physiklehrer nickt und lässt eine Erklärung folgen, warum dies der Fall ist. Georg und Simon beschäftigen sich bei ihrem Jugend-forscht-Projekt mit der Levitationskraft. Es handelt sich dabei um ein technisches Verfahren, mit dem Produkte zum Schweben gebracht werden können. Die beiden Neuntklässler des Luise-von-­Duesberg- Gymnasiums (LvD) haben ihren Versuchsaufbau zwar stehen, aber bislang ist es noch nicht wirklich gelungen, ein Objekt zwischen den beiden Ultraschallsendern schweben zu lassen. „Wir tüfteln noch am richtigen Abstand zwischen den beiden Sendern und der entsprechenden Einstellung. Wir hoffen, dass wir bis zur Präsentation im Krefelder Seidenweberhaus so weit sind“, sagt Simon.

Ein bisschen Zeit bleibt noch. Erst am 12. März stellen alle Jungforscher ihre Projekte in Krefeld beim Regionalentscheid vor. Die eigentlichen Projektbeschreibungen sind indes schon abgegeben worden. Ende Januar musste jeder seine schriftliche Präsentation einreichen. Vom LvD gingen gleich 15 Projekte per Mail an „Jugend forscht“. Insgesamt sind es 27 Schüler von der Stufe sieben bis zur Oberstufe, die in diesem Jahr forschen. Begleitet werden sie von vier Lehrern sowie einer Referendarin. Zweimal in der Woche können die Teilnehmer für je zwei Stunden in den Fachräumen, betreut vom Lehrerteam, unter die Forscher gehen. „Es ist einfach immer wieder toll zu sehen, welche Ideen unsere Schüler haben und mit welchem Eifer sie bei der Arbeit sind. Sie können im Rahmen des Wettbewerbs Dinge über den normalen Schulunterricht hinaus erforschen, und das macht einem als Lehrer ebenfalls viel Spaß“, sagt Thomas Walter, der seit 2010 zum Team der betreuenden Lehrer gehört.An den Tischen in den großen Fachräumen des Gymnasiums herrscht indes nicht nur bei Simon und Gregor rege Betriebsamkeit. Dina und Felin sind mit ihrer Präsentation beschäftigt. Die beiden Achtklässlerinnen haben sich das Thema „Gewinnung und Untersuchung von Farbstoffen“ vorgenommen. Aus Rotkohl, Erdbeeren, Johannisbeeren und Blüten haben sie natürliche Farbstoffe gewonnen. „Unsere aus natürlichen Rohstoffen gewonnenen Farbstoffe haben viele Vorteile“, bemerken sie und deuten auf eine Tabelle, die sie gerade auf die Plakate für ihre Vorstellung kleben und die genau diese Vorteile auflistet. Ordentlich und übersichtlich stellen die beiden anhand von Fotos, Texten, Skizzen und Tabellen ihre Forschung dar.

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Auch Kieran muss nur noch seine Präsentation erstellen. Der Siebtklässler hat sich mit der Herstellung eines Klebstoffs beschäftigt und untersucht, was dieser hält. „Es ist eine Mischung aus Milch und Essig, wobei das Mischungsverhältnis 50:50 das beste Ausgangsmaterial war. Die Mischung 90 Milliliter Essig und 250 Milliliter Milch war nicht so gut“, berichtet der Zwölfjährige. Louisa und Amelia wollen die letzten Tage hingegen noch für ihre Forschungen nutzen. „Wir haben in Sachen Ersatzstoffe für Plastik geforscht und würden unsere Mischung aus Wasser, Speisestärke, Alkohol und ein wenig Essig gerne in Formen wie Becher bringen. Mal schauen, ob wir das bis zum März-Termin schaffen“, sagt Louisa. Beim Experimentieren haben sich Lena und Hanna ebenfalls für den Endspurt eine Menge vorgenommen. „Wir haben uns mit Seifenblasen beschäftigt und verschiedene Lösungen angesetzt und ausprobiert. Jetzt möchten wir noch gerne untersuchen, ob man Seifenblasen gefrieren lassen kann“, sagt Lena. Ideen für die Umsetzung des Experiments haben die Jungforscherinnen aus der Stufe sieben bereits. Die optimale Seifenblasen-Flüssigkeit, um die schillernden Blasen zu machen und nun weiter zu forschen, haben sie immerhin schon gefunden.

Der Regionalwettbewerb findet am 12. März im Krefelder Seidenweberhaus, Theaterplatz 1, statt. Besucher können sich von 14 bis 16 Uhr informieren.