25 Jahre Kita St.-Peter-Allee in Kempen

Kempen : Auf dem Karussell an alte Zeiten denken

Das Familienzentrum St.-Peter-Allee in Kempen feiert dieses Jahr 25-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum nahmen die Erzieherinnen Kinder und Eltern jetzt mit auf einen bunten Jahrmarkt mit vielen Attraktionen.

Am Tante-Emma-Stand bekommen die Kinder beim Anblick von sauren Apfelringen, Speckmäusen und vielen anderen Leckereien große Augen. Das Nostalgie-Karussell ist eine der Attraktionen beim Jubiläumsfest. Einige Meter weiter dreht Ballonkünstlerin Kaja zauberhafte Pinguine, Kraken oder pinkfarbene Einhörner. Eltern und Kinder sind begeistert. 25 Jahre Kita St.-Peter-Allee verdienen ein besonderes Fest, meinten die 15 Erzieherinnen unter der Leitung von Lisa Hinrichsen.

„2001 hat für mich hier alles angefangen und ich arbeite sehr gerne hier“, erzählt Hinrichsen, die gelernte Diplom-Sozialarbeiterin ist. Vieles hat sich seit den Anfängen verändert. Vor 25 Jahren ist die Einrichtung mit vier Gruppen gestartet, mittlerweile sind es fünf. Die Anforderungen an Pädagogen, hygienische Vorschriften, die Erziehung der Kinder – vieles ist anders als früher.

Bereits auf dem Parkplatz des Kindergartens wartet zum Jubiläumsfest eine Bimmelbahn auf die kleinen Gäste und lädt zur Rundfahrt ein. Auch die Feuerwehr Kempen ist mit einem Wagen vor Ort. Hier kommen die Kinder ihrem Traum, vielleicht einmal selbst bei der Feuerwehr zu arbeiten, ein Stück näher. Sie sind neugierig, stellen Fragen und dürfen auch im Fahrzeug Platz nehmen. Im Außenbereich erinnern viele Stände an einen bunten Jahrmarkt: Eines der vielen Highlights ist die Eisdiele auf Rädern. Die Kinder können ihr Glück kaum fassen: Es gibt Vanille, Schokolade, Mango und viele Sorten mehr. So viel man will – oder, was Mama und Papa erlauben. Da stellen sich einige gerne mehrmals an.

An der Kuchentheke gibt es viel Auswahl, der Kaffee ist frisch aufgebrüht und am späten Nachmittag wartet eine besondere Leckerei auf die Kindergartenkinder und ihre Eltern. Denn seit diesem Jahr wird in der Einrichtung selbst gekocht. „Deshalb gibt es selbst gemachte Pommes Frites“, erzählt Lisa Hinrichsen. Und das reichlich. Bereits am Morgen haben Susanne Thören-Wendes und Ludmilla Saib mit den Vorbereitungen dafür begonnen. Den Eltern schmeckt’s und den Kindern sowieso. Anne Ellrich ist froh, dass ihr Sohn diese Kita besucht: „Das Fest ist echt süß organisiert, man kommt mit anderen Eltern einfach mal entspannt ins Gespräch“, so die zweifache Mutter. Oft ließe der Alltag das nur bedingt zu.

„Wir wollen nicht nur einfach eine Kita sein, sondern ein Ort, an dem sich Kinder wohlfühlen und wir für alltägliche Herausforderungen ein offenes Ohr haben“, sagt Lisa Hinrichsen. Ihre Kollegin Linda Grallert zählt kurz vor dem Festende die Tütchen, in denen saure Schnüre, süße Armbanduhren verpackt wurden und sagt mit einem Augenzwinkern: „Also 15 Kilo wurden schon verputzt.“ Nicht nur für die Kindergartenkinder und ihre Eltern ist es ein besonderes Fest. Auch die Erzieherinnen sind zufrieden und müssen vielleicht dem einen oder anderen Kind beim Start in die neue Woche erst mal erklären, wo die ganzen Attraktionen geblieben sind und, dass in der Einrichtung wieder der Alltag einzieht. Auch wenn’s schwer fällt.

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