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Stadt Kempen: 2013 Wiedersehen in Polen

Stadt Kempen : 2013 Wiedersehen in Polen

22 Jugendliche und vier Betreuer aus dem polnischen Ulanow verbrachten zehn Tage in Kempen. Tage, in denen viele neue Freundschaften geschlossen wurden, wie sich jetzt beim Begegnungs- und Abschiedsfest zeigte.

"Es wird schon komisch sein, wenn Przemek nicht mehr da ist", ist sich Malte sicher. Dabei blickt der 14-jährige Kempener zum gleichaltrigen polnischen Gast hinüber, mit dem er für zehn Tage seine Familie geteilt hat. Beide müssen lachen. Denn als sie voneinander nur die Namen kannten, nutzten beide das Medium Facebook, um mehr über den anderen zu erfahren. Malte allerdings mit weniger Erfolg, denn Przemek war dort nicht vertreten. "Aber Przemek hat mich gefunden und er hat mir verraten, dass er nicht wusste, ob Malte ein Mädchen- oder Jungenname ist. Daher hat er mich über Facebook gesucht, weil er wissen wollte, ob er zu einem Jungen oder Mädchen in die Familie kommt", erzählt Malte lachend.

Przemek gehört zu den insgesamt 22 Schülern eines polnischen Gymnasiums in Ulanow, die am Jugendaustausch, den Most, der Kempener Verein zur Förderung und Unterstützung deutsch-polnischer Aktivitäten, mit dem Gymnasium Thomaeum organisiert hat, teilnehmen. Für zehn Tage lebten die Jugendlichen im Alter von 14 und 15 Jahren bei ihren Gastfamilien, lernten Kempen und Umgebung kennen, machten Ausflüge und nahmen am Unterricht teil. Das Ganze endete dabei in einem Begegnungs- und Abschiedsfest im PZ des Gymnasiums, für das die deutschen und polnischen Schüler unter anderem gemeinsam Chorstücke geprobt hatten.

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"Vor der ersten Begegnung war ich schon ein bisschen aufgeregt", verrät Malte. Przemek ging es nicht anders, wenngleich er zum dritten Mal in Deutschland war und sogar eine Tante in Kempen hat. "Ich kannte meine Gastfamilie nicht und da ist man schon gespannt", meint der 14-Jährige, dem es bei der Familie Keuler-Pawlik sehr gut gefallen hat.

"Eigentlich war ich nur der Versorgungsoffizier. Malte und seine Klassenkameradin Anne, bei der Przemeks bester Freund Witold wohnte, haben immer zusammengesteckt. Die Kinder haben alles geplant. Malte und Anne haben ihre Gäste sogar mit einer Kanutour auf der Niers überrascht", berichtet Michaela Keuler-Pawlik. Die Gastmutter auf Zeit lobt, wie sich ihr Gast an die Familie angepasst hat. Sei es in den routinierten Ablauf am Morgen oder das Essen. Przemek habe alles gegessen, was sie gekocht habe.

"Es war eine schöne Zeit. Wir haben viel Spaß gehabt", meint auch die 14-jährige Anne, die sich noch lachend daran erinnert, wie man den polnischen Gästen "Fischers Fritze" beigebracht hat und die Gäste ihnen wiederum polnische Zungenbrecher lehrten.

Sprachprobleme gab es dabei nicht. Deutsch und Englisch waren die beiden genutzten Sprachen, wobei Malte auch einige Worte polnisch lernte. Schließlich geht es im nächsten Jahr nach Ulanow. "Dann möchte ich auf jeden Fall bei Przemek wohnen", sagt Malte. Den Kontakt wollen Malte und Przemek bis dahin nicht abreißen lassen.

Nur einer ist traurig und das ist Maltes Freund Felix. "Schade, dass ich beim Austausch nicht mitgemacht habe. Ich habe es mir völlig anders vorgestellt. Aber vielleicht wird es wieder angeboten und dann möchte ich auf jeden Fall mit dabei sein", sagt der 13-Jährige.

(RP)