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200 Grundschüler trainierten bei der Talentiade in Grefrath

Veranstaltung des Kreissportbundes : Talentiade: Schnupperkurse für den Nachwuchs

200 Grundschüler aus dem gesamten Kreisgebiet konnten am Samstag in Grefrath trainieren.

Kinderfüße trippelten in rasantem Tempo über die am Boden liegende Leiter. Nicht weniger schwungvoll ging es an den daneben aufgebauten Hürden und beim Slalomlauf zu. Blitzschnell bewegten sich die Kinder über die kleinen Sprünge oder umrundeten die Pylone. Ein Stückchen weiter wurde mit dem Handball gedribbelt. „Handball ist klasse. Ich kann gut werfen, und daher habe ich Handball gewählt. Nachher geht es noch zum Schwimmen“, berichtete Jan.

Er war einer von 200 Grundschülern, die zu den motorisch begabtesten Drittklässlern aus allen 48 Grundschulen im Kreis Viersen gehören und eine Einladung zur Talentiade des Kreissportbundes erhalten hatten. Diese Veranstaltung fand am Samstagvormittag in Grefrath in den Sporthallen der Schulen, im Eissportzentrum und im Hallenbad statt.

Zum zweiten Mal hatte der Kreissportbund zusammen mit den Fachschaften und verschiedenen Vereinen die Talentiade organisiert, um Grundschülern die Gelegenheit zu geben, einmal auch andere Sportarten kennenzulernen, ihre Talente unter Beweis zu stellen und dabei gleichzeitig in Kontakt mit Sportvereinen zu kommen. Die Kinder waren zuvor in den Grundschulen durch besondere sportliche Fähigkeiten aufgefallen.

Acht Sportarten wurden insgesamt angeboten, wobei die Kinder zwei Wunschsportarten nennen konnten und eine dritte Sportart über ein Auswahlverfahren zugeteilt wurde. Über eine dreiviertel Stunde lief jede Sportart, bevor es nach einer Pause zur nächsten Station weiterging. Zudem bestand die Möglichkeit, zum Abschluss noch einmal überall hineinzuschnuppern.

„Wir haben die Rückmeldung erhalten, dass die verschiedenen Vereine nach unserer ersten Talentiade einen Zuwachs an jungen sportbegeisterten Mitgliedern verzeichnen konnten“, berichtete Marion Bauer vom Kreissportbund. Wie Sportförderung von Talenten funktionieren kann, erfuhren die jungen Teilnehmer beim Taekwondo. Die Kampfsportlerin Antonia Beck ist NRW-Landesmeisterin 2019, war schon Dritte bei Deutschen Meisterschaften und reist in diesem Jahr ins Olympische Jugendlager nach Tokio.

In den viereinhalb Stunden stand vor allem der Spaß am Ausprobieren einer neuen Sportart im Vordergrund. „Ich finde es klasse, dass ich heute Judo, Tischtennis und Taekwondo ausprobieren kann. Wobei ich bei Opa im Keller schon Tischtennis gespielt habe“, erzählte Lotta. Sie freute sich aufs Probetraining an diesem Tag.