Kamp-Lintfort: Zentrum Kloster Kamp entwickelt Museums-App

Kamp-Lintfort: Zentrum Kloster Kamp entwickelt Museums-App

Gegen den Landestrend steigen im Museum Kloster Kamp die Besucherzahlen. Ausstellungsprogramm 2018 steht.

"Wir arbeiten zwar auf ungleich niedrigerem Niveau als andere Museen: Unsere Schatzkammer hat aber in den letzten drei Jahren kräftig angezogen", sagt Peter Hahnen, Geschäftsführer des Geistlichen und Kulturellen Zentrums Kloster Kamp, und freut sich, dass die Besucherzahlen im Klostermuseum gegen den Landestrend angestiegen sind. Besuchten 2014 noch 2300 Personen das Haus, waren es in diesem Jahr 3700 (Stand: November). "Und das Jahr ist noch nicht zu Ende", betont Hahnen.

Die Zahl verdoppele sich sogar, wenn die Sonderausstellungen im Gewölbekeller hinzugezählt würden, fügte der Geschäftsführer gestern im Gespräch mit dem Grafschafter hinzu. Im Museum läuft übrigens gerade die Ausstellung "Menschen(s)kinder" mit Porträtzeichnungen von Andreas Noßmann (Brühl). Peter Hahnen hat sich zum Ziel gesetzt, die Schatzkammer des Kloster Kampes immer weiter zu entwickeln. Dort präsentiert das Geistliche und Kulturelle Zentrum die Geschichte des Klosters und des Zisterzienserordens.

"Seit diesem Jahr gehören wir - nach zweijährigen Bemühen - zum Portfolio der renommierten RuhrtopCard. Der Regionalverband Ruhr wurde für uns so zu einem wichtigen Medien- und Werbepartner", berichtet Peter Hahnen. Seit dem Sommer sei darüber hinaus die komplette Beleuchtung im Erdgeschoss des Museums erneuert und mit moderner LED-Technik ausgestattet. Für 2018 hat sich der Geschäftsführer eine weitere Neuerung ausgedacht: eine Museums-App für Schüler und junge Erwachsene. "Dafür wird unser Museum mit modernster Hotspot-Technologie ausgestattet. Seit dieser Woche haben wir W-Lan im Haus." Die Erprobungsphase ist bereits angelaufen. "Das erste Feedback: Die App macht auch Erwachsenen Spaß", berichtet Hahnen. Die Museums-App ist als ein Quiz aufgebaut. "Man kann sie einfach aufs Smartphone laden und loslegen", sagt der Leiter des Zentrums begeistert. Die App wird Anfang 2018 vorgestellt.

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Nachdem der Kreis Wesel seinen Zuschuss von 9200 auf 5000 Euro für das Zentrum gekürzt hatte, ist das finanzielle Korsett eng: "Wir kommen dieses Jahr noch hin, weil wir sparsam waren und Preise geringfügig erhöht haben. Durch die offensive Mitgliederwerbung stehen aber ab sofort 1500 Euro jährlich zusätzlich zur Verfügung", sagt Peter Hahnen und fügt hinzu: "Und die Aktion läuft noch bis Silvester. Man kann noch das Dinner mit dem Bürgermeister gewinnen."

Das Ausstellungsprogramm fürs nächste Jahr steht: In Kooperation mit der Galerie Schürmann wurde der Reisefotograf Michael Westermann eingeladen. Aus Berlin wird der Künstler Peter Fritz mit seinen Stadtlandschaften erwartet. Eine weitere Ausstellung wird sich im nächsten Jahr den Halden in der Region widmen. Unter dem Titel "Die Welt am Faden" zeigt das Zentrum Marionetten von Anette Schreiner. Im Gewölbekeller wird Oliver Estavillo seine Arbeiten präsentieren.

(RP)