Spenden-Projekt in Kamp-Lintfort Young-Caritas kann zweite Rikscha anschaffen

Kamp-Lintfort · Das neue Caritas-Projekt läuft gut an. Zwei Rikschas sind bereits als Spende vorhanden. Weitere Sponsoren signalisieren eine Finanzierung. 30 ehrenamtliche Fahrer haben sich gemeldet, die ab Mai Erlebnis-Touren durchführen und Senioren spazierfahren werden.

 Sie freuen sich über die zweite Rikscha: Robertos Tünnerhof (Rikscha),v.l.:  Benjamin Schmelzer, Mathias Labza, Berthold Grunenberg, Pfarrer Joachim Brune, Albert Pellkhofer, Maria Dalsinog, Maria Lamur.

Sie freuen sich über die zweite Rikscha: Robertos Tünnerhof (Rikscha),v.l.:  Benjamin Schmelzer, Mathias Labza, Berthold Grunenberg, Pfarrer Joachim Brune, Albert Pellkhofer, Maria Dalsinog, Maria Lamur.

Foto: ja/Arnulf Stoffel (ast)

„Menschen bewegen – Teilhabe ermöglichen“: Unter diesem Motto steht das Rikscha-Projekt. „Es läuft sehr gut an“, sagt Klaus Bruns, der Pastoralreferent der Kirchengemeinde St. Josef sowie Ansprechpartner für die Young-Caritas in Kamp-Lintfort und das Rikscha-Projekt ist. Am Donnerstagmorgen wurde am Caritas-Haus St. Hedwig eine neue Rikscha von Pfarrer Joachim Brune gesegnet.

Diese zweite Rikscha wurde von Hubertus Tünnerhoff übergeben, der Vorstandmitglied der Gunda-Höhn-Stiftung ist, wofür er den Dank von Caritas-Vorstand Berthold Grunenberg erhielt. Diese Stiftung wird von der Deutschen Bank verwaltet und hat ihren Sitz in Mönchengladbach. Sie fördert Projekte der Altenhilfe, besonders, wenn diese generationenverbindend sind, wie das Rikscha-Projekt. „Ältere Menschen, die alleine in ihrem Zuhause leben oder ihren Alltag in einer Pflegeeinrichtung verbringen, möchten wir erreichen“, erläuterte Hans-Peter Niedzwiedz, als er das Rikscha-Projekt am Mittwochabend bei einer Mitgliederversammlung der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition vorstellte. Er gehört mit Maria Dalsing, Stephan Bilstein und Christoph Kämmerling zu den Paten des Rikscha-Projekts.

„Die Fahrer sind jünger als die Fahrgäste“, sagte er vor 66 Mitgliedern im Restaurant „Altes Kasino“. „So kommen verschiedene Generationen ins Gespräch. Die Fahrgäste sind oft in ihrer Mobilität eingeschränkt. Mit den Rikscha-Fahrten können sie am Leben teilhaben.“ Die geplanten Erlebnistouren dauern in der Regel drei Stunden. Sie sollen im Mai starten. „Die Fahrgäste rollen gemütlich durch die Stadt, um vieles entdecken und sich einiges erzählen zu können“, sagte der Projektpate. Sie würden dann fragen: „Weißt du noch damals?“

Zwölf Mitarbeitende des Caritas Hauses St. Hedwig, das westlich des St.-Bernhard-Hospitals liegt, gehören zu den ersten von 30 Rikscha-Guides, die am 28. März von der Kreispolizei und der Kreisverkehrswacht ein Training absolvieren. „Die Schulung dauert drei Stunden und beginnt um 9 Uhr auf dem Parkplatz am Josef-Jeurgens-Haus, der dann abgesperrt ist“, blickte Hans-Peter Niedzwiedz auf den Dienstag nächster Woche. „Ein weiterer Schulungstermin wird der 11. April sein.“ Weitere Sponsoren signalisieren, die jeweils 7500 Euro für eine Rikscha zu übernehmen, die über einen Elektromotor mit Batterie verfügt, der zugeschaltet werden kann. „Wir sind zuversichtlich, die gewünschte Zahl einer kleinen Flotte von fünf Rikschas zu erreichen“, sagte Klaus Bruns.

„Das Rikscha-Projekt ist langfristig ausgelegt. Es soll sich selbst tragen. Es entstehen auch Kosten für Reparaturen und Wartung der Rikschas. Wir sind zuversichtlich auch dafür Sponsoren zu finden.“ Die Rikscha-Fahrten sind für die Fahrgäste kostenlos. „Wenn sie dazu finanziell in der Lage sind, freuen wir uns über eine Spende“, so Klaus Bruns.

Ansprechpartner: Maria Dalsing, Telefon 0170 566 882, für das Rikscha-Projekt sowie Klaus Bruns, Königstraße 1, Kamp-Lintfort, Telefon 02842 9117 33, Email bruns-kl@bistum-muenster.de, für youngcaritas Kamp-Lintfort.

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