Kamp-Lintfort: Weltmeister im Tomahawkwerfen

Kamp-Lintfort : Weltmeister im Tomahawkwerfen

Peter Kramer aus Kamp-Lintfort errang als erster Deutscher den Siegertitel.

Aus zwölf Nationen reisten die weltweit besten 132 Messer- und Tomahawkwerfer nach Nottinghamshire, der Heimat von Robin Hood. Dies nicht, um mit Pfeil und Bogen gegeneinander anzutreten, sondern um die offiziellen Weltmeisterschaften der Messer- und Tomahawkwerfer im sportlichen Wettkampf miteinander auszutragen. Nur die besten 20 Prozent erreichten nach den Vorentscheidungs-Wettbewerben das Finale, in denen um die Krone der jeweiligen Disziplinen gekämpft wurde.

Bei diesen zweiten offiziellen Weltmeisterschaften gelang es dem Kamp-Lintforter Peter Kramer als erstem Deutschen überhaupt, einen Weltmeistertitel in einer der beiden Hauptdisziplinen, dem Werfen mit der indianischen Kriegsaxt zu erringen. Mit einem knappen Vorsprung und einer präzisen Wurfserie von 60 Würfen aus geforderten Entfernungen von bis zu zehn Metern setzte er sich gegen die starken Russen, die Amerikaner und die mitfavorisierten Tschechen durch und erlangte damit einen Überraschungssieg.

Peter Kramer kam seine langjährige Wettkampferfahrung sowie ein hohes Maß an Trainingsfleiß und Vorbereitungsarbeit zugute. Ganz nebenbei kam er auch mit dem Wurfmesser in die Finals und sicherte sich zusätzlich die Bronzemedaille in diesem hochkarätigen Teilnehmerfeld. In dieser Disziplin warf Kramer zunächst eine Weltrekord-Punktzahl von 249 Zählern, die jedoch von dem Amerikaner Richard "Bullseye" Wesson erneut deutlich übertroffen wurde.

(RP)
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