Kamp-Lintfort Wahl: So läuft es bei den kleinen Parteien

Kamp-Lintfort · SPD und CDU, die beiden großen Parteien in Kamp-Lintfort, haben bereits vergangene Woche ihre Wahlkreiskandidaten für die Stadtratswahlen vorgestellt. Auch FDP, Freie Bürger und Grüne treffen bereits die ersten Vorbereitungen.

 Die drei Fraktionsvorsitzenden von FBG, FDP und Grüne stellen zurzeit ihre Mannschaft für die Kommunalwahl 2014 auf. Sie wissen: Es ist nicht leicht, die Menschen für ein politisches Amt zu begeistern.

Die drei Fraktionsvorsitzenden von FBG, FDP und Grüne stellen zurzeit ihre Mannschaft für die Kommunalwahl 2014 auf. Sie wissen: Es ist nicht leicht, die Menschen für ein politisches Amt zu begeistern.

Foto: Archiv

Thomas Reif hat in den letzten Monaten viele Gespräche geführt — mit Freunden und Bekannten, um sie für das politische Engagement zu begeistern. Der Einsatz des Fraktionsvorsitzenden der Freien Bürgergemeinschaft (FBG) hat sich gelohnt: "Die FBG in Kamp-Lintfort hat zehn neue Mitglieder, darunter Michael Raskopf, der im Karneval als Lieblichkeit im Dreigestirn auftreten wird", betonte der Fraktionschef im Gespräch mit dem Grafschafter stolz. "Wir haben interessierte und junge Leute gefunden, die nicht nur Ideen mitbringen, sondern sich auch bereit erklärt haben, für die FBG bei der Kommunalwahl in den Wahlbezirken zu kandidieren", erklärt der Fraktionschef. Die Vorbereitung auf die Stadtratswahlen im Mai 2014 läuft derzeit auch bei den kleineren Parteien an, nachdem SPD und CDU in der vergangenen Woche ihre Wahlbezirkskandidaten präsentiert hatten.

 Die drei Fraktionsvorsitzenden von FBG, FDP und Grüne stellen zurzeit ihre Mannschaft für die Kommunalwahl 2014 auf. Sie wissen: Es ist nicht leicht, die Menschen für ein politisches Amt zu begeistern.

Die drei Fraktionsvorsitzenden von FBG, FDP und Grüne stellen zurzeit ihre Mannschaft für die Kommunalwahl 2014 auf. Sie wissen: Es ist nicht leicht, die Menschen für ein politisches Amt zu begeistern.

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Die FBG wird ihre Kandidatenliste erst im Januar verabschieden. Thomas Reif, der weiterhin als Spitzenkandidat der Freien Bürger antreten wird, sagt optimistisch: "Wir haben gute Chancen, die Politik in Kamp-Lintfort weiterhin zu begleiten. Ich muss sagen, dass ich fast schon euphorisch bin." Der Optimismus des Freien Bürgers hat einen Grund: "Es ist schwierig, die Leute zu motivieren. Von allein kommen sie nicht." Hinzu käme das Problem der Überalterung in den Fraktionen. Einen eigenen Kandidaten für das Bürgermeisteramt wird die FBG nicht in die Wahl schicken. "Das halte ich für wenig sinnvoll", sagt Thomas Reif. Dass Bürgermeister Dr. Christoph Landscheidt sich entschieden hat, bereits 2014 zu kandidieren, findet der Freie Bürger hingegen richtig. Das eigene Wahlprogramm ist zwar noch nicht geschrieben. Die Freie Bürgergemeinschaft hat es sich aber auf die Fahnen geschrieben, "das Ohr am Bürger" zu haben. "Wir wollen Kamp-Lintfort attraktiver machen. Das können auch die kleinen Dinge sein, die das Leben in unserer Stadt lebenswerter macht. Es wird zum Beispiel immer wieder der Wunsch an uns herangetragen, dass ein Kino in der Stadt eröffnet."

 Die drei Fraktionsvorsitzenden von FBG, FDP und Grüne stellen zurzeit ihre Mannschaft für die Kommunalwahl 2014 auf. Sie wissen: Es ist nicht leicht, die Menschen für ein politisches Amt zu begeistern.

Die drei Fraktionsvorsitzenden von FBG, FDP und Grüne stellen zurzeit ihre Mannschaft für die Kommunalwahl 2014 auf. Sie wissen: Es ist nicht leicht, die Menschen für ein politisches Amt zu begeistern.

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Auch in der FDP starten allmählich die Vorbereitungen für die Kommunalwahl im Mai. "Wir haben viele junge Leute gefunden, die bei uns fleißig mitarbeiten wollen", berichtet Manfred Schube, Vorsitzender der Liberalen in Kamp-Lintfort. Auch bei der FDP soll die Kandidatenliste im Januar stehen. "Es tritt die bestehende Mannschaft an. Auf der Reserveliste werden aber auch ein paar neue Leute stehen, die bei uns mitarbeiten wollen." Derzeit sei man dabei, die Themen zusammenzutragen, mit denen im Wahlkampf als Programm gepunktet werden soll. "Uns ist aufgefallen, dass sich die SPD in Kamp-Lintfort zu sehr auf ihren Lorbeeren ausruht und den Bürgern vieles vorenthält — zum Beispiel das Geschehen auf dem Eyller Berg." Das gelte auch für die Umsiedlungspläne für die Kita Terhardtshof zur Diesterwegschule. Dort soll ein Neubau entstehen. "Es wäre nicht nötig, dass auf dem Platz der DJK gebaut wird. Es gibt für beides Platz", findet Manfred Schube.

Die Reserveliste der Grünen steht bereits seit einigen Tagen. Auf Platz ein steht Johannes Tuschen. Er wird im neuen Stadtrat auch wieder für den Fraktionsvorsitz kandidieren. Auf den folgenden Plätzen der Reserveliste stehen Sibylle Skrzypczak, Bernhard Kames, Jürgen Bachmann, Peter Wähner, Torsten Hintersinn, Stefano Heitmann, Michael Schmidt und Heinz Skrzypczak. Alle Wahlbezirke sind mit Kandidaten besetzt. Samstag gehen die Grünen in Klausur: Dann wird das Wahlprogramm erarbeitet. Einen Kandidaten fürs Bürgermeisteramt wollen die Grünen nicht aufstellen.

(RP)
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