Voodoo Jumper ist in Kamp-Lintfort die große Attraktion.

Vatertagskirmes in Kamp-Lintfort : Voodoo Jumper ist die große Attraktion

Noch bis Montag herrscht in Kamp-Lintfort großer Kirmestrubel. Am Vatertag waren mehr Besucher als sonst da.

Von PETER GOTTSCHLICH
200 Kirmesbesucher standen am frühen Donnerstag vor dem Voodoo Jumper Schlange. Sie wollten Chips kaufen, die in der ersten Kirmesstunde nur die Hälfte kosten. Das Fahrgeschäft ist die große Attraktion dieser Vatertagskirmes. Sonst wirbelt es die Fahrgäste auf dem Münchener Oktoberfest oder dem Nürnberger Frühlingfest, der Bremer Osterwiese oder der Cranger Kirmes durcheinander. Diesmal springt und dreht sich der Vodoo Jumper auf der Querspange in Kamp-Lintfort.

„Er ist das erste Mal hier“, sagte Rudi Edling, der Vorsitzende des Moerser Schaustellervereins. Mike Bengel, der Vorsitzende des Schaustellervereins Duisburg-West, schaute mit großen Augen auf den Voodoo Jumper, der ein wenig an die Krake aus den 70er Jahren erinnert. Wie diese lässt er zwei Kreise gegenläufig drehen. Im Unterschied zu ihr lässt er die Fahrgäste außerdem in der Horizontalen springen, passend zum Takt der Musik. „Technisch ist heute fast alles möglich“, war Mike Bengel begeistert vom Nervenkitzel. Fünf große Fahrgeschäfte sind in diesem Jahr auf der Kirmes aufgebaut. Neben dem Voodoo Jumper sind es ein Autoscooter und ein Love Express, ein moderner Affenkäfig mit dem Namen Turbine und ein Hip-Hop-Dancer. Dazu kommen sechs kleine Fahrgeschäfte, zum Beispiel ein Kinderkarussell. Die ganz großen Fahrgeschäfte fehlen, zum Beispiel ein Riesenrad oder eine Achterbahn. „Dafür reicht der Platz nicht“, sagte Rudi Edling. „Die Kirmes ist eine Innenstadtkirmes. Davon profitiert die örtliche Gastronomie. In einigen Städten wurden Kirmessen aus den Innenstädten verdrängt. Darunter hat die Attraktivität gelitten.“ Die ist in Kamp-Lintfort gegeben. „Wir haben immer mehr Bewerber als Plätze“, erzählte Marlies Pousen, die die Kirmes als Mitarbeiterin des Ordnungsamtes organisiert. „Das spricht für die Attraktivität.“ Vor allem der Vatertag, der erste Kirmestag, zieht die Besucher an. In diesem Jahr waren es noch mehr als sonst. Ruhiger ist es am Freitag, an dem bei Einbruch der Dunkelheit ein Höhenfeuerwerk abgebrannt wird, und am Samstag. Am Sonntag kommen viele Kinder, für die ab 14 Uhr in der Bushaltestelle am Prinzenplatz ein kostenloses Kinderschminken angeboten wird. Der Montag, mit dem am fünften Tag die Kirmes endet, lockt mit günstigen Fahrpreisen.

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