Von der Zeche zum Park in Kamp-Lintfort.

Landesgartenschau in Kamp-Lintfort : Von der Zeche zum Park

In der sechsten öffentlichen Arena informierte die Laga-GmbH die Bürger über das Grüne Klassenzimmer, die Veranstaltungen auf der Gartenschau und darüber, wie man sich ehrenamtlich oder als Gästeführer engagieren kann.

Die Landesgartenschau 2020 wird eine „Riesenshow“. Das versprach Bürgermeister Christoph Landscheidt am Dienstagabend den Zuhörern im voll besetzten Audimax der Hochschule Rhein-Waal. Und was noch wichtiger ist: „Wir liegen im Zeit- und Budgetplan“, betonte Landscheidt in der sechsten Arena zur Landesgartenschau. Gemeinsam mit der Geschäftsführung der eigens gegründeten GmbH informierte er die Kamp-Lintforter über den aktuellen Sachstand der Bauarbeiten auf dem ehemaligen Zechenareal, auf dem Wandelweg und auf dem Kamper Berg, wo in den nächsten Wochen ein Paradiesgarten entstehen wird. Die Zuhörer dürften nicht wenig darüber gestaunt haben, an wie vielen Stellen zurzeit parallel gearbeitet wird. So läuft bereits die Ausstellungsplanung für das Gartenschaugelände mit der Schmuckbepflanzung. Auch etliche Partner sind schon gefunden: Baumschulen, Freizeitgärtner und Religionsgemeinschaften beispielsweise, die gemeinsam einen Garten Eden realisieren wollen. Einer der größten Beiträge wird aus der Landwirtschaft kommen. Prokurist Andreas Iland gab einen Überblick über die besonderen Projekt wie das GreenFablab der Hochschule Rhein-Waal, über das Erlebnispädagogische Zentrum Kalisto und das Zentrum für Bergbautradition. Ein Alleinstellungsmerkmal der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort ist der Fokus Sport. „Das gab es noch auf keiner anderen Gartenschau“, betonte Amtsleiterin Lydia Kiriakidou. Vom 17. April bis zum 11. Oktober 2020 wird täglich ein 45-minütiges Sportprogramm auf dem Areal stattfinden. Sonntags und feiertags stehen die Vereine im Mittelpunkt und dürfen sich dem Publikum präsentieren. Der Veranstaltungskalender ist bereits in der Erarbeitung. Die Federführung hat Manfred Klessa, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, übernommen. Auch die Suche nach ehrenamtlichen Gästeführern startet allmählich. Wie Judith Dohmen-Mick berichtete, sind während der Laga 1800 Führungen geplant. Dafür werden 120 bis 150 ehrenamtliche Helfer gesucht, die Freude daran haben, Besuchern ihre Stadt näher zu bringen. Die Schulungen sollen von November bis März stattfinden und werden von der Laga-GmbH durchgeführt. Nach einer Abschlussprüfung sind alle Teilnehmer zertifizierte Gästeführer. Wer die Bauarbeiten einmal selbst in Augenschein nehmen will, sollte sich den 11. August vormerken: Dann findet um 11 Uhr die erste Baustellenführung statt.

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