Tierrettung in Rheurdt Feuerwehr befreit Pferd aus den Kuhlen

Rheurdt · Bei einem Ausritt schreckte das Tier plötzlich auf, lief in Richtung der angrenzenden Littardkuhlen in Rheurdt und rutschte dort ins Wasser. 20 Einsatzkräfte der Feuerwehr Rheurdt waren zwei Stunden lang im Einsatz.

Die Feuerwehr rettete das verängstigte Tier.

Die Feuerwehr rettete das verängstigte Tier.

Foto: Feuerwehr Rheurdt

Die Freiwillige Feuerwehr Rheurdt ist am Samstagabend zu einer aufwendigen Tierrettung mit glücklichem Ausgang ausgerückt. Eine Frau war mit ihrem Pferd namens „Showtime" und weiteren Reitern über einen Waldweg nahe der Straße „An der Littard“ geritten, als dieses plötzlich aufschreckte, in Richtung der angrenzenden Littardkuhlen lief und dort ins Wasser rutschte. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte lag das Pferd in Ufernähe rund einen Meter tief im Wasser, teilte die Einsatzleitung mit.

Wie die Feuerwehr am Sonntag weiter mitteilte, war das Tier sichtlich unterkühlt und gestresst. Umgehend sei eine Veterinärin zu Einsatzstelle beordert worden. „Außerdem forderte die Einsatzleitung ein Fahrzeug der Löscheinheit Vluyn nach, auf dem sich spezielles Equipment zur Rettung von Großtieren befindet“, so die Feuerwehr. Zudem beruhigten die Wehrleute die angehörigen, teils durchnässten Reiterinnen und versorgte sie mit trockenen Trainingsanzügen und Schutzhelmen.

„Ein ebenfalls nachalarmierter Rettungswagen untersuchte sie anschließend und stand für die Dauer der Rettung zur Sicherung der Feuerwehr bereit.“ Nachdem die Veterinärin eingetroffen war und in den Rettungsplan der Feuerwehr Rheurdt involviert worden war, sedierte sie das Tier. In enger Absprache mit der Tierärztin und guter Zusammenarbeit der Einsatzkräfte aus Rheurdt und Vluyn seien anschließend Gurte unter dem Tier hindurchgeführt und die Rettung eingeleitet worden.

Mithilfe der Rettungstechnik namens „Vorwärtsassistent" zogen mehrere Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei das sedierte Tier erfolgreich und schonend aus dem Wasser, berichtet die Feuerwehr in einer Pressemitteilung. Nach einigen Minuten habe die Tierärztin „Showtime" aktivieren und aufstellen können. Wenig später wurde es von der Unfallstelle geführt und noch einmal eingehend untersucht. 20 Einsatzkräfte waren zwei Stunden lang im Einsatz.

(aka )