Kamp-Lintfort/Duisburg: Studenten entwickeln neues Design für das Bienenmuseum

Kamp-Lintfort/Duisburg: Studenten entwickeln neues Design für das Bienenmuseum

Felicia Ghercavii, Design-Studentin der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort, überzeugte die Jury mit ihrem Konzept für das Bienenmuseum.

Das Thema Insektensterben ist brandaktuell. Und doch erwartet sie der Besucher eigentlich gar nicht, wenn er in das von Ehrenamtlern betreute Bienenmuseum Duisburg (BiMu) geht. In der einstündigen Führung durch die Ausstellung erfährt er so ganz nebenbei aber eine Menge über das Insektensterben. "Unsere Gäste sind immer verblüfft", sagt Wolfgang Neiß. Mehr als 2000 Schulkinder, Bienenfreunde und interessierte Senioren finden jedes Jahr den Weg in den Museums-Pavillon auf dem Gelände des Albert-Einstein-Gymnasiums in Rumeln.

"Inhaltlich treffen wir den Zeitgeist. Aber wir wollen künftig auch die Erwartungen des modernen Museumsbesuchers erfüllen", verspricht Neiß. Die Gäste sollen nicht nur anschauen dürfen. "Der Aufenthalt bei uns soll zum Erlebnis werden. Anfassen, empfinden, hören, riechen und schmecken sollen Teil der Erfahrung sein. Auch werden wir sehr unterschiedliche Bildmedien einsetzen. Was uns insbesondere noch fehlt, ist eine neugierig machende Gesamterscheinung der Ausstellung.

" Der erste Schritt in diese Entwicklungsrichtung ist bereits getan. Die Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort bot Hilfe bei der Neugestaltung der Ausstellung an. Die Medieninformatik-Studenten haben bereits eine interaktive Wand erstellt. Nun liegen die Ergebnisse des Projekts "Type in Space" vor, das unter Leitung des Lehrbeauftragten Christian Stindl durchgeführt wurde. 18 Design-Studenten stellten ihre Konzepte für die Neugestaltung des Bienenmuseums vor.

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Die Vorschläge bezogen sowohl die Fassade als auch die Innenraumnutzung, die Einrichtung und Publikationsgrafiken mit ein. Eine sechsköpfige Jury ermittelte vier Gewinnerinnen. Platz 1 belegte Felicia Ghercavii, gefolgt von Christina Schmidt, Nora Warschewski und Paula Wessel. Die Siegerin legte ein Konzept vor, das es dem Museum ermöglichen soll, viele Exponate auf kleinen Raum zu präsentieren. Die Jurymitglieder waren vom Ergebnis beeindruckt.

Das Museum will bald mit der Umsetzung der Ideen beginnen. Neiß: "Vielleicht können wir im Herbst die Früchte der Zusammenarbeit mit der Hochschule vorzeigen."

(aka)