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Kamp-Lintfort: Straßensanierung im Geisbruch-Dreieck

Kamp-Lintfort : Straßensanierung im Geisbruch-Dreieck

Die Planung für Kamp-Lintforts größte Straßenbau-Investition hat begonnen. Das Projekt soll den Stadtteil aufwerten.

Rund 1,5 Millionen Euro will die Stadt in den nächsten Jahren für den Aus- und Umbau der Straßenzüge im Geisbruch-Dreieck investieren. Eine Entwurfsplanung für den Bereich liegt vor. Jetzt geht es in die Detail-Planung. "Das ist eine schöne Aufwertung des Stadtteils", freute sich Hans-Peter Ribbrock, Sprecher der FW-/FDP-Fraktion in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung. Ebenso sahen es die anderen Fraktionen und gaben grünes Licht für die Umsetzung des Vorhabens. Doch bevor der erste Spatenstich überhaupt getan ist, haben Politiker und Anwohner bereits eine bittere Pille zu schlucken.

Das ist die Entwurfsplanung, die dem Ausschuss für Stadtentwicklung vorgelegt wurde. Links sieht man die Gabelung von Schul- und Ferdinantenstraße. Die Gutachter schlagen vor, einen Minikreisel an der Stelle zu installieren. Ein weiterer soll an der Einmündung zur Rundstraße (rechts) entstehen. Auf der Schulstraße sind Fußgängerüberwege und neue Bus-Buchten geplant. Foto: Stadt Kamp-Lintfort

Die Entwurfsplanung sieht unter anderem auch den Bau eines Kreisverkehrs im Kreuzungsbereich von Eyller- und Ferdinantenstraße vor, um die dortige Verkehrssituation zu entschärfen. Der für die Eyller Straße zuständige Landesbetrieb Straßen NRW plant laut Kämmerer Martin Notthoff aber vorerst keine Ausbauarbeiten in dem Bereich. "Er sieht auch in den vorliegenden Unfallzahlen keine Begründung, den Kreuzungsbereich in Gänze neu zu gestalten", erklärte der Kämmerer.

Das bedauern die ansässigen Geschäftsleute: "Wir erleben hier fast täglich Beinahe-Unfälle", berichtete Reinhard Tersteegen vom Optiker Blickwinkel gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Der Stadt ist es in Anbetracht der Haushaltslage jedoch nicht möglich, in finanzielle Vorleistung für das Land zu gehen, betonte Notthoff. Deshalb werde zunächst der Ausbau von Ferdinanten- und Schulstraße und im weiteren Verlauf auch von der Heinrichstraße bis zur Friedrich-Heinrich-Allee umgesetzt. Dieser Bereich soll in den kommenden Jahren in vier Bauabschnitten erneuert werden.

Die Stadt hat als ersten Bauabschnitt die Ferdinantenstraße festgelegt, danach folgt die Schulstraße. Die Pläne wurden bereits der Werbegemeinschaft vorgestellt. "Die Straße kann nur schöner werden", sagt Reinhard Tersteegen in einer ersten Reaktion. Er will sich mit seinen Geschäftsnachbarn eingehend über die Planungen austauschen. Die Entwurfsplanung, die das Ingenieurbüro Angenvoort + Barth Partnerschaft aus Krefeld im Stadtentwicklungsausschuss vorstellte, sieht vor, die derzeitige Verkehrsführung von Ferdinanten- und Schulstraße als Einbahnstraßen beizubehalten. Erhalten wird auch der Parkplatz an der Ferdinantenstraße, der immer mittwochs als Marktplatz genutzt wird und sich bei den Anwohnern großer Beliebtheit erfreut. "Es werden rund 700 Meter Straßen ausgebaut", informierte Markus Ridder vom beauftragten Ingenieurbüro. Geplant seien neue Fahrgassen mit Schutzwegen für Radfahrer, die Verschiebung von Bus-Buchten, ein Mini-Kreisel an der Gabelung von Ferdinanten- und Schulstraße und ein weiterer an der Einmündung zur Rundstraße. Auf der Schulstraße soll eine Mittelinsel gebaut werden. Die Zahl der Parkplätze wird kleiner.

(RP)