Soziales in Kamp-Lintfort Stadt und Awo eröffnen neue Anlaufstelle im Gestfeldcenter

Kamp-Lintfort · 4300 Menschen leben im Gestfeld, der Anteil der Bewohner über 65 Jahre ist überdurchschnittlich hoch. Er liegt bei 25 Prozent. Damit der Stadtteil in Kamp-Lintfort für sie attraktiv bleibt, kooperieren Stadt und Arbeiterwohlfahrt.

 Thomas Wenzel (Awo), Olga Weinknecht (Awo), Jeannette Fritz (Stadt), Sozialdezernent Christoph Müllmann und Melanie Kovács-Kaczmarek (v.l.) begrüßten die ersten Besucher der Anlaufstelle im Gestfeldcenter.

Thomas Wenzel (Awo), Olga Weinknecht (Awo), Jeannette Fritz (Stadt), Sozialdezernent Christoph Müllmann und Melanie Kovács-Kaczmarek (v.l.) begrüßten die ersten Besucher der Anlaufstelle im Gestfeldcenter.

Foto: Christoph Reichwein (crei)

Sie haben in einer früheren Spielhalle im Innenhof des Gestfeldcenters eine Anlaufstelle eingerichtet. Dort finden Bürger nicht nur Rat und Hilfe, sondern auch diverse andere Angebote. „Hier ist immer auch Zeit für einen Café in zwangloser Atmosphäre“, erklärt Melanie Kovács-Kaczmarek von der Stadt, die mit Alexander Mokosch die Anlaufstelle 30 Stunden in der Woche für Besucher öffnen wird. Das Projekt „Bewegt und Gesund im Quartier“ wird im Rahmen des Präventionsgesetzes NRW gefördert. „Wir sind eine der ersten Kommunen, die Fördergelder erhält“, sagte Sozialdezernent Christoph Müllmann. In der Anlaufstelle sollen Bürger viele Angelegenheiten regeln können, ohne gleich in die Stadt fahren zu müssen. Sie finden Unterstützung beim Ausfüllen von Antragsformularen, in allen sozialen Belangen und in Krisensituationen. Ansprechpartner der Awo sind dienstags von 12 bis 14 Uhr und donnerstags von 10 bis 12 vor Ort. An jedem 1. und 3. Montag im Monat bietet Thomas Wenzel (Awo) von 10 bis 12 eine Demenzberatung an. Hilfe und Rat in Fragen der Pflege von Angehörigen erhalten Interessierte dienstags von 10.30 bis 12 Uhr. Zweimal in der Woche veranstaltet die Awo Nachhilfe-Nachmittage für Schüler. Außerdem sind Info-Veranstaltungen zu den Themen Bildung und Erziehung geplant. Ansprechpartnerin ist hier Behnaaz Jansen von der Awo-Integrationsagentur. Auch eine ZWAR-Gruppe wird sich in den Räumen im Gestfeldcenter künftig alle 14 Tage dienstags treffen. Auftakt ist am 14. Mai um 18.30 Uhr. ZWAR-Netzwerke sind Gruppen, in denen sich Menschen ab 55 treffen, um in Eigenregie ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten. Die Mitarbeiter der Stadt wollen dafür sorgen, dass die Anlaufstelle zu einem offenen Treffpunkt wird: Öffnungszeiten sind montags und donnerstags von 14 bis 16 Uhr. Am ersten und dritten Montag im Monat machen sie von 8.30 bis 10 Uhr ein Frühstücksangebot. Los geht es am 20. Mai. Die Stadt bietet auch begleitende Dienste (Einkaufsbegleitung) mittwochs und donnerstags von 8 bis 12 Uhr an und macht den Besuchern diverse Bewegungsangebote wie Hocker-Gymnastik und Boulespielen. Immer dienstags trifft man sich zum Gehirn-Jogging. Der komplette Wochenplan mit Angeboten der Awo und der Stadt wird künftig am Schaufenster aushängen.

Das Angebot der Anlaufstelle soll sich nach den Wünschen der Stadtteilbewohner richten. Wer neue Ideen hat oder mithelfen möchte, kann sich an Thomas Wenzel (Awo-Kreisverband, Tel.: 02841 481121) und Melanie Kovács-Kaczmarek (Stadt Kamp-Lintfort, Tel.: 02842 912276) wenden.