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Kamp-Lintfort: Stadt sucht Kostümträger für Maskottchen Kalli

Kamp-Lintfort : Stadt sucht Kostümträger für Maskottchen Kalli

Bislang gab es nur einen gezeichneten Entwurf von Kalli. Seit gestern ist das Maskottchen der Kamp-Lintforter Landesgartenschau 2020 als Walking-Act im Einsatz: Mehr als zwei Meter groß und ganz schön flauschig.

Kalli hat das Zeug zu einem echten Sympathieträger. Von Haus aus Erdmännchen wirbt er mit Helm und Grubenlampe ab sofort als Maskottchen für die Landesgartenschau in Kamp-Lintfort - und zwar mannshoch als Walking-Act. Die Laga-GmbH ließ das Kostüm über den für die Landesgartenschau zuständigen Merchandiser, Max2001, für rund 4500 Euro entwickeln und produzieren. Gestern präsentierte die Gesellschaft das Maskottchen erstmals öffentlich.

Kalli, das Erdmännchen ist Ergebnis eines Wettbewerbs, der im vergangenen September ausgelobt worden war. Gesucht war die beste Idee. Am Ende gab es fünf Preisträger, die allesamt das Erdmännchen als Sympathieträger vorgeschlagen hatten. Vom Entwurf bis zur Realisierung gingen aber einige Monate ins Land. Denn vor der Produktion war laut Stadtverwaltung Feinschliff nötig.

Dass Erdmännchen keine Tiere sind, die von Natur aus am Niederrhein leben, stört die Landesgartenschaumacher nicht: "Sie finden sich aber inzwischen in vielen Zoos der Region und sind bei den Besuchern sehr beliebt", betonen Martin Notthoff und Heinrich Sperling, die beiden Geschäftsführer der Landesgartenschau 2020. "Hasen und Maulwürfe gibt es ja schon so viele", meint Jana Sagorski vom Amt für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing. Kalli trägt einen gelben Grubenhelm und einen Overall mit blauem Top und orangefarbener Hose. Damit das Tragen des Kostüms nicht zu einer heißen Angelegenheit wird, ist im Kopfbereich ein Belüftungssystem eingebaut worden.

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Sehschlitze im Halsbereich bieten dem Träger den Durchblick. Seinen ersten Einsatz als Laga-Maskottchen wird das Erdmännchen am Rosenmontag als Zugteilnehmer absolvieren. "Kalli wird sich überall dort zeigen, wo es demnächst um die Gartenschau geht - auf Veranstaltungen und Messen", betonte Bürgermeister Christoph Landscheidt. Das tierisch-bergmännische Maskottchen wird außerdem die jüngsten Preisträger des Ideen-Wettbewerbs bei einem Besuch des Erdmännchengeheges im Duisburger Zoo begleiten und dort bestimmt für gute Laune sorgen.

Währenddessen arbeitet die Laga-GmbH hinter den Kulissen weiter an der Realisierung der Gartenschau, die in zwei Jahren auf dem ehemaligen Zechenareal, dem Kamper Berg und dem Wandelweg stattfinden wird. Die GmbH hat ihr Team um Judith Dohmen-Mick verstärkt. Die Landschaftsarchitektin wird sich um die temporären Ausstellungsflächen und Ausstellungsbeiträge kümmern.

Sie begleitet Geschäftsführer Sperling bereits seit 2000 auf Landesgartenschauen. Außerdem will die GmbH Kontakt mit Landwirten, Landfrauen, Imkern und Kirchen aufnehmen. Sichtbare Bauarbeiten, so Martin Notthoff, werden 2018 am Wandelweg und auf dem Kamper Berg zu sehen sein. Am Wandelweg werden Bäume gefällt, um einen zweiten Weg für Rad- und Fußgänger anlegen zu können, und neue Brücken über die Goorley gebaut.

Die Stadt sucht freiwillige Kalli-Kostümträger (maximal 1,78 Meter groß). Interessierte melden sich unter der Telefonnummer 02842 912457 oder per E-Mail an die Adresse landesgartenschau@kamp-lintfort.de. Es gibt natürlich auch eine Bezahlung.

(RP)