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Stadt Kamp-Lintfort verzichtet auf die Sondernutzungsgebühr.

Einzelhandel in Kamp-Lintfort : Stadt verzichtet auf Gebühren für die Außengastronomie

Einzelhändler und Gastronomen zahlen 2021 keine Sondernutzungsgebühren. Die Stadt verzichtet auf 25.000 Euro Gebühren, um den Handel in der Corona-Pandemie zu unterstützen. Auch die FDP will die City stärken. Das beschloss der Haupt- und Finanzausschuss.

Die Stadt wird 2021 auf die Sondernutzungsgebühren für Außengastronomie und Warenauslage verzichten. Das beschloss der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung am Dienstag. „Die Gastronomen und Händler sind durch den Lockdown besonders hart gebeutelt“, erklärte Bürgermeister Christoph Landscheidt. Mit dem Verzicht der Gebühren ergänze die Stadt ihren Corona-Rettungsschirm um eine weitere Maßnahme. „Der Einzelhandel und die Gastronomen stehen stellvertretend für die Attraktivität der Innenstadt. Wir wollen alles tun, damit es für die Gewerbetreibenden nach dem Lockdown endlich weitergehen kann. Jeder Euro, der die Kosten für die Gewerbetreibenden senkt, ist gut angelegt“, betonte der Bürgermeister. Die Stadt verzichtet auf rund 25.000 Euro Gebühren.

Auch der Antrag der FDP-Fraktion, die die City als Einkaufsstadt stärken möchte, war in der Sitzung ein Thema. Sie schlug eine gemeinsame und überparteiliche Initiative vor, die alle Interessengruppen ins Boot holen soll. Die Verwaltung solle koordinieren und vernetzend vorangehen, so die Forderung der FDP. Bürgermeister Landscheidt hob hervor, dass es im Kamp-Lintforter Einzelhandel noch keine konkreten Schließungsabsichten aufgrund der Corona-Pandemie gebe. Gleichzeitig seien nur wenige Einzelhändler an der Etablierung einer gemeinsamen Online-Verkaufsplattform interessiert. „Da sind nicht alle Einzelhändler begeistert“, erklärte der Bürgermeister und betonte, dass die Stadt viel unternommen habe, um den Handel in der Stadt zu stärken: Verbesserung der Aufenthaltsqualität durch den Stadtumbau, das Auflegen des Fassadengestaltungsprogramms, gestalterische Beratung sowie ein Leerstandsmanagement.

Landscheidt versprach aber, die Werbegemeinschaft in einen der nächsten Ausschüsse einzuladen, damit die Politiker die Möglichkeit zum Austausch mit den Geschäftsleuten haben.