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Stadt Kamp-Lintfort eröffnet Stellplatz für Reisemobile.

Tourismus in Kamp-Lintfort : Stadt eröffnet Stellplatz für Reisemobile

Der Wohnmobilstellplatz an der Gohrstraße soll im Frühjahr in Betrieb gehen. Der Bau verzögerte sich um Monate.

Im Mai, spätestens im Juni können Reisemobilisten in Kamp-Lintfort auf einem hochmodernen Stellplatz direkt am Wandelweg Rast einlegen. Dann soll der neue Wohnmobilstellplatz an der Gohrstraße fertig gestellt sein. „Die Arbeiten sind inzwischen gut vorangeschritten“, erklärt Kamp-Lintforts Wirtschaftsförderer Dieter Tenhaeff auf RP-Anfrage.

Die Erdarbeiten seien abgeschlossen, die Kabel für Strom und Telefon gelegt. Und das Servicehäuschen, das die Stadt nach ihren Vorstellungen konzipieren ließ, ist ebenfalls schon geordert. Ursprünglich war geplant, den neuen Stellplatz, der Reisemobilisten mehr Komfort bieten soll, bereits im Herbst 2018 zu eröffnen. „Es kam jedoch zu Verzögerungen, die mit der Vorbereitung der Landesgartenschau zusammenhängen“, erläuterte der Wirtschaftsförderer. Der Stellplatz liege direkt am Wandelweg, der für die Landesgartenschau aufgehübscht wird. Dieser Weg, der das ehemalige Zechenareal mit dem Kloster Kamp verbindet, erhält zurzeit einen zusätzlichen Radweg am Nordufer der Goorley. „Bei der Baumaßnahme sind so große Bodenmassen entstanden, die ja irgendwo gelagert werden mussten. Um teure Transportkosten zu vermeiden“, so Dieter Tenhaeff, habe man entschieden, die Fläche an der Gohrstraße dafür zu nutzen. Sie liegt direkt an der Wandelweg-Baustelle.

„Die Verzögerung war also das kleinere Übel“, betont der Wirtschaftsförderer. Der Wohnmobilstellplatz soll Kamp-Lintfort nicht nur zur Landesgartenschau 2020 für Touristen attraktiver machen. „Die Ansprüche der Reisemobilisten an die Stellplätze sind deutlich gestiegen. Gerade dieser Bereich hat sich enorm entwickelt. Die Fahrzeuge liegen oftmals in den oberen Preisklassen“, weiß Tenhaeff, der auch Ideengeber für dieses Projekt war. Urlauber, die im Wohnmobil oder Caravan unterwegs sind, können zwar heute schon Kamp-Lintfort ansteuern. Der bisherige Standplatz am Panoramabad Pappelsee ist jedoch wenig charmant und einladend und erfüllte auch nicht mehr die Ansprüche an eine entsprechende Infrastruktur mit Sanitäranlage und den notwendigen Anschlüssen. Das soll sich an der Gohrstraße ändern: Der Stellplatz am Wandelweg wird künftig 40 Parzellen anbieten. „Sogar die richtig großen Siebeneinhalb-Tonner finden dort einen Platz“, verspricht Dieter Tenhaeff. Die Ausstattung sieht ein modernes Servicehaus mit sanitären Einrichtungen wie WC und Duschen sowie einem Informationsraum vor. Dort erhalten die Ausflügler Infos über die touristischen Ziele Kamp-Lintforts, aber auch über weitere Angebote in der Stadt, die zu einem Kurzurlaub gehören – beispielsweise Wellness und Radtouren.

Ver- und Entsorgungsstationen sollen den Gästen den neuesten Stand der Technik bieten. Dazu gehören auch W-Lan- und Internetanschlüsse. „Wir haben uns für eine Schranken-Lösung entschieden, die die Reisemobilisten mit ihrem Smartphone und einer Check-Karte öffnen können“, sagt Tenhaeff. Es wird vor Ort keinen Ansprechpartner geben, aber eine direkte Verbindung zum künftigen Betreiber der Anlage.

Die Stadt hatte die Fläche zwar erworben, will sie aber nicht selbst als Wohnmobilstellplatz betreiben, sondern verpachten. Vom Standort Gohrstraße verspricht sich die Stadt viel.

Der Stellplatz liegt idyllisch gelegen am Wandelweg, der die Besucher 2020 direkt auf das jeweilige Gelände der Gartenschau führen wird und lediglich 900 Meter vom Stadtzentrum entfernt ist. Gleich nebenan hat unter anderem der Tennisverein TC Blau-Weiß seinen Sitz.

Nicht weit ist es bis zu Wellings Parkhotel an der Ecke Moerser- und Neuendickstraße, wo auf die Besucher alle Annehmlichkeiten wie Wellness und Restaurants in Anspruch nehmen könnten. Ein Pächter ist gefunden, laut Dieter Tenhaeff fehlen nur noch die Unterschriften auf dem Pachtvertrag.