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Stadt Kamp-Lintfort bildet eigene Wohnungsbaugesellschaft

Geförderter Wohnraum im Blick : Stadt bildet eigene Wohnungsbaugesellschaft

Das bisherige Starter-Zentrum Dieprahm wird zur Immobilienentwicklungs- und Wohnungsbaugesellschaft Stadt Kamp-Lintfort.

Kamp-Lintfort hat die stadteigene Starter-Zentrum Dieprahm GmbH in Immobilienentwicklungs- und Wohnungsbaugesellschaft Stadt Kamp-Lintfort GmbH (IWG) umfirmiert und den Geschäftszweck erweitert. Das Unternehmen hat nun auch die Möglichkeit, in den Wohnungsbau einzusteigen. „Bisher haben wir in Kamp-Lintfort vor allem für den geförderten Wohnungsbau auf eigenständige Investoren gesetzt“, erklärte Bürgermeister Christoph Landscheidt den Schritt. Jedoch werde es immer schwieriger, Investoren zu finden, die die städtebaulichen Vorstellungen für geförderte und freifinanzierte Wohnungen erfüllen wollen. „Wir haben uns daher dazu entschieden, mit der IWG GmbH jene Projekte zu entwickeln, für die wir bisher keine Investoren gewinnen konnten.“

Man werde auch in Zukunft eng mit privaten Investoren und Wohnungsbaugesellschaften zusammenarbeiten, um den Kamp-Lintforter Bürgerinnen und Bürger ein vielfältiges Angebot an bezahlbaren Wohnungen zu bieten. „Die IWG wird nun ein ergänzender Anbieter auf dem Immobilienmarkt sein“, so Landscheidt. Der Kamp-Lintforter Stadtrat hat beschlossen, dass in jedem Neubaugebiet auch geförderte Wohnungen entstehen sollen. Derzeit seien rund 200 im Bau oder in Planung, sagte der Bürgermeister. Der Bedarf an preisgünstigen Wohnungen sei jedoch deutlich größer.

Die Starter-Zentrum Dieprahm GmbH wurde im Jahr 1998 gegründet, um technisch affinen Gründern kostengünstige Büroflächen zur Verfügung zu stellen. Mit dem Bau des Starter-Zentrums im Technologiepark Dieprahm startete das Unternehmen die Tätigkeit im Süden Kamp-Lintforts. Neben der Vermietung von Büroflächen kamen im Jahr 2015 auch die Sanierung und anschließende Vermietung des ehemaligen Magazingebäudes der RAG an die Hochschule Rhein-Waal dazu.

Ende 2017 wurde das Starter-Zentrum im Gewerbepark Dieprahm durch ein weiteres Gebäude hinter dem Bestandgebäude erweitert. In dem Neubau kam auch die Kita „Die vier Elemente“ unter. 2019 nahm die GmbH den ehemaligen Verkehrspavillon, das heutige „Café 360 Grad“, mit in den Bestand auf.

(RP)